Projekt

Schmallenberger Metzgerei sagt Verpackungsmüll den Kampf an

Das Team der Metzgerei Merte aus Schmallenberg. Verpackungsmüll soll dort dank Mehrwegboxen bald  der Vergangenheit angehören.

Das Team der Metzgerei Merte aus Schmallenberg. Verpackungsmüll soll dort dank Mehrwegboxen bald der Vergangenheit angehören.

Foto: Metzgerei

Schmallenberg.   Mehrweg-Behälter sind aktuell in Schmallenberg in der Testphase. Das Projekt könnte bei Erfolg auf andere Filialen ausgeweitet werden.

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Seit Jahresbeginn bietet die Metzgerei Merte im Schmallenberger Stammhaus kostenlos Mehrwegboxen an, um Verpackungsmüll zu reduzieren. Verläuft die Testphase erfolgreich, soll das Angebot auf alle Fachgeschäfte ausgeweitet werden.

Teufel im Detail

Mehrwegverpackung statt Verpackungsmüll – das klingt auf Anhieb sinnvoll und einleuchtend. Dennoch kann der Weg zur Umsetzung ganz schön lang werden. Merte-Chef Bernd Willmes: „Mit Mehrweg-Verpackungen befassen wir uns nun schon eine ganze Weile – aber der Teufel steckte immer wieder im Detail. Wir mussten hygienerechtlichen Auflagen des Veterinäramtes erfüllen. Wir mussten unsere Fachverkäufer nachschulen, worauf beim Umgang mit Mehrweg-Verpackungen hygienerechtlich zu achten ist. Wir mussten die Form der Boxen entscheiden, kalkulieren und produzieren. Nun sind wir froh und ein wenig stolz, dass wir eine hoffentlich praktikable Lösung gefunden haben.“

Die Frischeboxen werden gratis und auf Vertrauensbasis direkt an die Kunden abgegeben. Aber auch eigene Transportgefäße können von zuhause mitgebracht werden.

Mitarbeiter befüllen die Boxen

Am Bedientresen finden die Kunden dann gekennzeichnete Tablette, auf die sie Ihre Mehrwegboxen stellen können (Hygienevorschrift). Der Merte Mitarbeiter ermittelt das Leergewicht der Box (Tara) und befüllt die unterschiedlichen Fächer der Box mit den einzelnen Produkten.

Am Ende wird die Mehrwegbox durch den Kunden selbst verschlossen und vom Tablett genommen.

Die Mehrweg-Initiative sei in vielen Teilen Pionierarbeit. Erste Erfahrungen aus vergleichbaren Betrieben zeigten aber, dass das Angebot tatsächlich funktioniere, bezahlbar sei, und erhebliche Mengen an Verpackungsmüll einspare.

„Wir übernehmen von der Tierhaltung über das Futter, den Transport, die Schlachtung, die Verarbeitung und schließlich den Verkauf die volle Verantwortung für beste Qualität“, erklärt Bernd Willmes. „Da gehört die Verpackung eben auch dazu.“

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