Menschen in Schmallenberg

Schmallenberger hatte Sorgentelefon für ratlose Hundehalter

Dem gebürtigen Schmallenberger, Paul Heuel (65), ist seine Heimat sehr wichtig. Die Natur spendet ihm Kraft.

Dem gebürtigen Schmallenberger, Paul Heuel (65), ist seine Heimat sehr wichtig. Die Natur spendet ihm Kraft.

Foto: Nina Kownacki

Gleidorf.  Paul Heuel (65) aus Gleidorf ist mittlerweile in Rente. Seine Begeisterung für Tiere und die Natur hat ihn nie los gelassen.

Paul Heuel (65), gelernter Elektromeister, ist großer Natur- und Tierliebhaber. Während seiner beruflichen Laufbahn hat er sich dann dazu entschieden, sein Hobby zum Beruf zu machen und als Außendienstler für Tiernahrung tätig zu sein. Mittlerweile ist Heuel im Ruhestand. Aber auch als Rentner lässt ihn seine große Leidenschaft nicht los.

Was führt Sie nach Schmallenberg?

Paul Heuel: Ich bin in Schmallenberg-Gleidorf geboren und aufgewachsen. In den 80er und 90er-Jahren habe ich in der Woche unter anderem in Städten, wie in Berlin, Frankfurt, München und Stuttgart gearbeitet, da ich im Außendienst für Tiernahrung tätig war.

Trotzdem kam ich damals am Wochenende nach Schmallenberg, um Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden zu verbringen, weil es mir sehr wichtig war. Irgendwann entschloss ich mich dazu, nur noch in der Nähe meines Heimatortes zu arbeiten. Seit dem Jahr 1990 besitze ich nun schon ein Eigenheim in Schmallenberg.

Was bedeutet Heimat für Sie?

Heimat verbinde ich mit meiner Familie und meinen Freunden. Diese habe ich während meiner Reisetätigkeit nie vernachlässigt. Schmallenberg, als mein Heimatort, war mir immer sehr wichtig. In meiner Laufbahn habe ich nicht nur in der hiesigen Stadt gelebt, sondern habe auch ehrenamtlich viel für Schmallenberg getan.

Welche ehrenamtlichen Tätigkeiten waren das zum Beispiel?

Früher habe ich viele Hundeschauen organisiert und mich für den Tierschutz engagiert. Unter meiner Regie gab es viele Veranstaltungen. Damals habe ich außerdem auch ein Sorgentelefon für ratlose Hundehalter betreut, um ihnen bei Problemen zu helfen. Außerdem bin ich seit über 40 Jahren im Schützenverein in Gleidorf Mitglied und engagiere mich im VdK Sozialverband.

Was gefällt Ihnen an Schmallenberg?

Mir gefällt die Landschaft, mit der viele Freizeitmöglichkeiten verbunden sind, wie das Fahrradfahren oder das Wandern. Außerdem habe ich die Möglichkeit, viele Ausflüge in der näheren Umgebung zu machen, um Neues und Unbekanntes im Schmallenberger Sauerland zu entdecken. In meinem jetzigen Rentnerleben habe ich viel Zeit, um das auszukosten.

Sind Sie selbst auch viel in der Natur unterwegs?

Durch meine vielseitigen Interessen bin ich viel in der Natur unterwegs. Die Natur schafft es, dass ich den Schmerz nach dem Tod meiner Frau für einen Moment verdrängen kann. Ich habe unteranderem das Fahrradfahren für mich entdeckt und mache seitdem viele Tages- oder Wochenendausflüge. Häufig fahre ich dafür auch etwas weiter weg, wie an die Nordsee oder die Mosel. Außerdem wandere ich gerne im Wald und beobachte Tiere in der Natur. Wenn ich beispielsweise an einem Bach entlanglaufe, warte ich so lange, bis ich einen Fisch sehe, sonst bin ich nicht zufrieden (lacht).

Was wünschen Sie sich zukünftig für die Region und ihre Heimatstadt?

Ich hoffe, dass sich die jungen Leute zukünftig mehr für das Ehrenamt begeistern lassen. Das hat in den vergangenen Jahren etwas nachgelassen. Sonst wünsche ich mir, für alle Schmallenberger und mich, ein freundliches und gutes Zusammenleben.

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