Feuerwehr

Schreckensszenario auf Kückelheimer Firmengelände

Im Notfall muss möglichst alles reibungslos funktionieren

Foto: Gudrun Schulte

Im Notfall muss möglichst alles reibungslos funktionieren Foto: Gudrun Schulte

Kückelheim.   Verletzte und Tote auf dem Gelände der Firma Ketten Wulf: Feuerwehr und Rotes Kreuz proben in Eslohe-Kückelheim den Ernstfall.

Zu einer Großübung bei der Firma Ketten Wulf im Werk Kückelheim sind jetzt die Feuerwehren aus Eslohe, der Stadt Schmallenberg, der Gemeinde Finnentrop und das Deutsche Rote Kreuz aus Meschede zusammengekommen.

Die angenommene Szenario: In der Härterei der Firma ist es durch eine unklare Explosion zu einem Brand gekommen, der sich auf direkt umliegende Werkshallen und das Kellergeschoss ausgebreitet hat. Einige Mitarbeiter sind so schwer verletzt, dass sie nicht mehr selbstständig das Gebäude verlassen konnten. Eine unbekannte Personenzahl wird vermisst.

Einsatzkräfte auch aus Meschede und Schmallenberg

122 Einsatzkräfte waren dabei: der Löschzug Eslohe, die Löschgruppen Bremke, Reiste, Cobbenrode, Wenholthausen, der Löschzug Bad Fredeburg mit Drehleiter und auch das Deutsche Rote Kreuz aus Meschede. 28 Feuerwehrleute kamen aus der Gemeinde Finnentrop, sie gehörten zur Löschgruppe Serkenrode und zur Löschgruppe Fretter.

18 Fahrzeuge waren im Einsatz, davon 13 Feuerwehrfahrzeuge und fünf Rotkreuzwagen. Fünf Verletzte und Vermisste – natürlich Schauspieler – wurden zeitnah geborgen und vom DRK medizinisch versorgt davon zwei Leichtverletzte, zwei Schwerverletzte und ein Toter.

Wehrleiter fordert neues Einsatzfahrzeug

4 Abschnitte wurden bei der Übung gebildet: Zwei zur Menschenrettung und Brandbekämpfung, einer zur Wasserversorgung, die aus dem eigenen Reservoir der Firma Wulf und einem Regenrückhaltebecken auf dem Gelände gewährleistet wurde, und einer zur medizinischen Rettung.

Christof Hoffmann, Wehrleiter aus Eslohe, zog bei der abschließenden Besprechung folgendes Fazit: „ Insgesamt waren wir mit dem Übungsverlauf zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den anderen Wehren und Organisationen hat gut geklappt. Gut gelaufen ist auch die digitale Nutzung des Führungskanals“, erklärte er. „Es war der erste Einsatz in Eslohe. Dennoch hat sich bei so einem großen Einsatz wieder gezeigt, dass wir in Eslohe dringend ein neues Einsatzleitfahrzeug brauchen. PC-Arbeit ist im jetzigen Fahrzeug nicht möglich und die Lagedarstellung, die wichtig ist um den Einsatz optimal zu koordinieren, wurde buchstäblich vom Winde verweht.“

ZAHLREICHE BEOBACHTER SIND DABEI

  • Die Einsatzleitung hatte Kaspar Winkelmeyer vom Löschzug Eslohe.
  • Beobachter waren Wehrleiter Eslohe, Christof Hoffmann, Kreisbrandmeister Bernd Krause, der Vorsitzende des Feuerwehrausschusses der Gemeinde Eslohe, Reinhard Mester, Fachbereichsleiter Georg Sommer und einige Ratsmitglieder.

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