Gymnasium der Stadt Meschede

Schüler klagen über marode Toiletten und wenig Wertschätzung

Marode: Die sanitären Anlagen am Gymnasium der Stadt Meschede.

Marode: Die sanitären Anlagen am Gymnasium der Stadt Meschede.

Meschede.   Am Gymnasium der Stadt Meschede hat die Schülervertretung einen Brief an den Bürgermeister geschrieben. Darin ist auch eine Forderung.

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Die Schülervertretung des Gymnasiums der Stadt Meschede hat einen Protestbrief an Bürgermeister Christof Weber verfasst. „Seit mehreren Jahren warten wir auf die Sanierung unserer maroden Toiletten (in manchen bröckelt sogar schon die Decke ab) und alles, was Ihnen als Begründung für die inakzeptabele Situation einfällt, ist zu behaupten, es sei kein Geld für die Sanierung vorhanden.“ Was die SV verärgert: Dass aktuell 200.000 Euro zusätzlich fürs renovierte Rathaus ausgegeben werden konnten.

Die Renovierung einer Toilette koste bis 35.000 Euro - „das heißt, dass für Ihre Schönheitsextras bis zu sechs Toiletten hätten renoviert werden können. Das wäre vollkommen ausreichend gewesen.“ Die Schülervertreter listen eine Chronik auf: Bereits seit Jahren gebe es Pläne zur Renovierung der Toiletten.

2018 hätten sie umgesetzt werden sollen - doch stattdessen sei das Geld zum Teil kurzfristig in ein Amok-Warnsystem gesteckt worden, das bis heute nicht richtig funktioniere. Die SV: „Jetzt haben wir weder neue Toiletten, noch ein ausreichendes Amok-Warnsystem.“

Wertschätzung der Stadt

Losgelöst von den Toiletten gebe es ein weiteres Problem, das mindestens genauso schwer wiege: „Eine Wertschätzung der Stadt für unsere Arbeit findet nicht statt.“ Obwohl sich alle an dem Schulleben Beteiligten aktiv und mit Spaß engagierten, müsse um jeden Cent gekämpft werden: „Wir sind MINT-Schule, arbeiten leider aber dennoch mit dem Office-Paket von 2006. Und trotz großer Erfolge im Fachbereich Chemie warten wir auf einen neuen Beamer und nur durch eine Förderung der Firma Arconic können wir neue Laptops anschaffen.“

Zugleich bekomme das Gymnasium der Benediktiner nach einer Bitte um Unterstützung einen Zuschuss von 60.000 Euro binnen vier Jahren, ohne irgendwelche Rechte als Privatschule abgeben zu müssen: „Vergessen Sie bitte nicht, wessen Träger Sie sind. Denn letztlich sind wir Ihre Schule. Nicht die auf dem anderen Berg.“

Einladung zur Diskussion

Die SV möchte jetzt mit Bürgermeister Weber über diese Themen diskutieren: „Damit wir wieder sagen können ‘Ich gehe gerne in die Schule!’ laden wir Sie herzlich dazu ein, sich in einer offenen Fragerunde mit uns zu treffen.“

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