Schützenvereine

Schützen verzichten auf Föderung: Procedere dauert zu lange

Die St. Cyriakus Schützenbruderschaft Berghausen e.V. feierte in diesem Jahr Vereinsjubiläum. Dieses Jubiläum hatte die Schützenbruderschaft zum Anlass genommen, ein Buch mit vielen Geschichten herauszugeben.

Die St. Cyriakus Schützenbruderschaft Berghausen e.V. feierte in diesem Jahr Vereinsjubiläum. Dieses Jubiläum hatte die Schützenbruderschaft zum Anlass genommen, ein Buch mit vielen Geschichten herauszugeben.

Foto: Schützenbruderschaft

Berghausen.  Die Schützen aus Berghausen verzichten auf eine 60-prozentige Förderung für die Sanierung der Schützenhalle, damit alles zum Jubiläum fertig ist.

Schützen- und Mehrzweckhallen fördern die Gemeinschaft und das ehrenamtliche Engagement vor allem in den kleinen Orten. Ihre Unterhaltung ist der Stadtverwaltung deshalb besonders wichtig. Auch aus diesem Grund hat der Rat einen außerplanmäßigen Zuschuss für die Sanierung der Schützenhalle über 24.441,60 Euro an die Schützenbruderschaft Berghausen bewilligt.

Eingangsbereich und Fenster sollen saniert werden

Eigentlich sollen die Hallen vorwiegend über die Landesförderung im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms finanziert werden. Doch hier ging es um Zeit. Komplett saniert werden sollte der Eingangsbereich sowie die Fenster im Seitenteil. Gesamtkosten: rund 87.000 Euro, 40 Prozent sind über die Stadt förderfähig. Die Fertigstellung sollte möglichst noch vor dem 100-jährigen Jubiläum im Juli diesen Jahres erfolgen.

Der Antrag der Schützenbruderschaft Berghausen war bei der Stadt im April eingegangen. Zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich bereits die Landesförderung für den „Erhalt von Multifunktionshäusern“ ab. Der Schützenbruderschaft wurde daher nahegelegt, die geplanten Maßnahmen ganz oder teilweise zurückzustellen und zunächst einen Zuschussantrag beim Land zu stellen. Da wäre auch eine 60prozentige Förderung möglich gewesen.

Maßnahme bis zum Jubiläum

„Im Gespräch mit dem Vorstand“, so erläuterte Holger Entian vom Stadtentwicklungsamt im Haupt- und Finanzausschuss, „wurde jedoch schnell deutlich, dass der Verein die Maßnahmen gern bis zum Jubiläumsschützenfest vom 26. bis zum 29. Juli 2019 komplett fertigstellen wollte.“

Die Stadt kam ihm entgegen. Mit einer Eingangsbestätigung wurde vorsorglich die Zustimmung zu einem förderunschädlichen Maßnahmenbeginn erteilt, um die Chance auf eine etwaige städtische Förderung zu wahren.

Die Schützenbruderschaft entschloss sich schließlich zu einer zeitnahen und kompletten Sanierung, ohne eine Landesförderung zu beantragen oder abzuwarten. Entian: „Der Verein hat dazu nochmal schriftlich erklärt, dass ihm ein Abschluss der Sanierung bis zum 100-jährigen Jubiläum sehr wichtig war und im Übrigen bautechnische und finanzielle Gründe dafür sprachen, die Sanierung dann auch komplett ohne Zurückstellung einzelner Gewerke durchzuführen.“

Langfristige Planung wichtig

Der Haupt- und Finazausschuss hatte dem Rat die Förderung der Maßnahme zwar empfohlen, aber auch darauf hingewiesen, dass in Zukunft alle Förderanträge erst mal auf die Landesförderung hin geprüft werden sollten, auch wenn Schützenvereine offensichtlich nicht so langfristig planten, wie es für diese Fördermittel nötig sei.

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