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Schutz vor Starkregen: Stadt Meschede gibt Tipps

Nach starken Regenfällen kann am Lanftsweg am vorigen Wochenende das Wasser nicht ablaufen.

Foto: Ute Tolksdorf

Nach starken Regenfällen kann am Lanftsweg am vorigen Wochenende das Wasser nicht ablaufen. Foto: Ute Tolksdorf

Meschede.   Land unter war am Wochenende in Teilen von Meschede. Hier gibt es Tipps zum Schutz vor solchen Überschwemmungen.

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Der Sommer ist nicht nur die warme und helle Jahreszeit, sondern auch diejenige, in der es am häufigsten zu Gewittern und Starkregenereignissen kommt. Einen ersten „Vorgeschmack“ gab es am vergangenen Wochenende. Der Fachbereich Infrastruktur der Stadt Meschede erinnert deshalb an einfache Verhaltensregeln, um Schäden durch Starkregen möglichst zu vermeiden.

Regenmengen flossen in alle Richtungen

Unter anderem gab es nach heftigen Gewitterschauern im Bereich des Lanfertswegs „Land unter“ auf Grundstücken und in Gebäuden. Baum- und Strauchschnitt hatten Straßeneinläufe - auch „Gullys“ genannt - blockiert. Die Regenmengen flossen deshalb in Richtungen, in die sie eigentlich nicht hingehören.

„Damit die Beseitigung von Niederschlagswasser so gut wie möglich funktionieren kann, ist es unbedingt wichtig, dass Einlaufgitter von Bachverrohrungen und Gullys frei sind“, weiß Michael Klauke vom Fachbereich Infrastruktur. Im Bereich des Lanfertswegs war vor allem ein blockiertes Einlaufgitter vor einer Bachverrohrung der Grund, dass die Wassermassen nicht ordnungsgemäß abgeleitet werden konnten.

Gefährliches Hindernis

Michael Klauke weist deshalb darauf hin, dass keinesfalls Baum- und Strauchschnitt oder Grünabfälle in Böschungen an Bachläufen oder Uferbereichen abgelagert werden dürfen: „Bei Starkregen wird solcher Grünschnitt vom steigenden Wasser weggespült – und spätestens vor der nächsten Grabenverrohrung zum gefährlichen Hindernis für das Niederschlagswasser.“

Doch auch auf asphaltierten oder gepflasterten Flächen können Straßeneinläufe bei Starkniederschlag zum Engpass werden – insbesondere nach längeren Trockenphasen. „Dann werden mit dem Regen Laub und Kehrricht in den Fangkorb geschwemmt und der Abfluss blockiert“, erläutert Michael Klauke.

Fangkorb schnell entfernen

Sein Tipp: Wenn man beobachtet, dass bei heftigem Regen die Einläufe den Niederschlag nicht aufnehmen können, sollte man schnell den Fangkorb, der sich üblicherweise in einem Straßeneinlauf befindet, entfernen. „Dann ist gewährleistet, dass die größtmögliche Wassermenge in den Kanal abfließen kann.“

Selbstverständlich sollte nach dem Regen der Fangkorb wieder an Ort und Stelle platziert und der Einlauf ordnungsgemäß verschlossen werden, um Gefahren für Verkehrsteilnehmer auszuschließen.

Vorbeugende Maßnahmen wichtig

Wie bei allen Naturereignissen wird es niemals eine hundertprozentige Sicherheit vor Schadensfällen geben, unterstreicht Michael Klauke. Umso wichtiger sei es aber, durch vorbeugende Maßnahmen und richtiges Verhalten die Folgen von Starkregen und Hochwasser so gering wie möglich zu halten.

Auch die Stadt Meschede selbst hat in den vergangenen Jahren eine ganze Liste von Maßnahmen umgesetzt, um im Stadtgebiet für mehr Hochwasserschutz zu sorgen.

Ausführliche Infos dazu und zur Hochwasserprävention finden Interessierte auf der Homepage der Stadt Meschede unter www.meschede.de (Stichwort: Hochwasserschutz) im Internet.

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