Reichspogromnacht

Gegen Antisemitismus: Schweigemarsch mit 200 Teilnehmern

Beim Schweigemarsch durch die Innenstadt von Meschede.

Beim Schweigemarsch durch die Innenstadt von Meschede.

Foto: Brigitta Bongard

Meschede.  Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938: In Meschede hat der Schweigemarsch stattgefunden. Thema war auch die Tat von Halle.

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Zum Gedenken an die Reichspogromnacht von 1938 fand am Samstag auch in diesem Jahr ein Schweigemarsch statt. Rund 200 Teilnehmer trafen sich auf dem Stiftsplatz.

An die Tat von Halle erinnert

Michael Hermes sagte als einer der Organisatoren in seiner Rede: „Angewidert schaut die Republik auf die antisemitische Tat von Halle.“ Weiterhin zitierte er den Sozialpsychologen Sebastian Winter. „Mit antisemitischen Aussagen oder - wie hier - Mordtaten sucht ein Täter, dem sonst nicht viel gelingt, seine Zugehörigkeit zum Kollektiv sicherzustellen und darin eine anerkannte, eine bewunderte Stellung einzunehmen.“

Um an die Gräueltaten des Nationalsozialismus zu erinnern und vor den Folgen sowie einem Wiederaufleben dieser Gesinnung zu warnen, gingen die Teilnehmer von der Innenstadt aus zum jüdischen Friedhof, wo die Namen der Menschen verlesen wurden, die durch den Nazi-Terror ums Leben gekommen sind. Von dort aus ging es weiter zur Alten Synagoge.

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