Wirtschaft

Schwerer Corona-Start für Mescheder in der Event-Branche

Christoph Hermes ist nicht unzufrieden. Auch wenn der Wechsel in die Event-Branche in schwierigen Zeiten erfolgte, habe er einiges bewegen können.  

Christoph Hermes ist nicht unzufrieden. Auch wenn der Wechsel in die Event-Branche in schwierigen Zeiten erfolgte, habe er einiges bewegen können.  

Foto: Privat

Meschede.  Christoph Hermes wechselte aus der sicheren Position beim Stadtmarketing in die Event-Branche. Und dann kam Corona.

Christoph Hermes war den Meschedern lange durch seinen Einsatz für das Mescheder Stadtmarketing bekannt. Anfang des Jahres wechselte er zur Firma Eventtechnik Südwestfalen. Dass die Corona-Pandemie kurz darauf die gesamte Veranstaltungsbranche lahmlegen würde, war zu diesem Zeitpunkt nicht vorauszusehen. Dennoch hat Hermes den Wechsel nicht bereut.

„Man wusste ja vorher nicht, dass so etwas kommen würde“, so Hermes. „Ich bin natürlich auch von etwas anderem ausgegangen, aber das trifft ja nicht nur mich. Auch für andere Leute und Branchen ist es schwierig in dieser Zeit. Es ist jetzt noch zusätzlich eine weitere Herausforderung.“ Stadtmarketing und Veranstaltungsorganisation seien einfach zwei verschiedene Paar Schuhe, erläutert er weiter. „Früher drehte sich alles nur um den direkten Stadtbereich, während ich jetzt weiträumiger denken muss.“

In der freien Wirtschaft behaupten

Während das frühere Betätigungsfeld im Bereich der Kommune lag, geht es jetzt darum, dass sich die Firma in der freien Wirtschaft behaupten muss, was derzeit nicht immer einfach ist. Doch auch wenn alles ungewiss ist, ist Hermes nicht der Mensch, der den Kopf in den Sand steckt. Er sieht es als Herausforderung, auch in Zukunft attraktive Events auf die Beine zu stellen. Mit dem „Indian Summer“ auf der Naturbühne in Elspe konnten bis jetzt schon einige tolle Veranstaltungen angeboten werden, zu denen bis zu tausend Zuschauer kommen konnten. Vor zwei Wochen waren die Auftritte von Helge Schneider und Markus Krebs nahezu ausverkauft sowie „Gentleman“ und „Gestört aber geil“ am letzten Wochenende. Da sich das Projekt bislang positiv darstellt, kann sich Hermes mit Eventtechnik Südwestfalen und dem Team des Elspefestivals auch eine Fortführung gut vorstellen.

Auf der Suche nach neuen Locations

Auch andere Locations werden ins Auge gefasst. Bereits im Sommer hatte Thomas Bigge überlegt, ob die Live-am-See-Konzerte an den Flugplatz in Schüren verlegt werden könnten. „Um dort Veranstaltungen auf die Beine zu stellen, müssen wir noch mit einigen Leuten reden“, sagt Hermes. „Wir sind ja eigentlich für die Veranstaltungstechnik zuständig und in diesem Bereich als Dienstleister tätig. Um den Rest kümmern sich die Veranstalter. Für Schüren muss man auch das Ordnungsamt mit einbeziehen. Eine sehr gute Zusammenarbeit besteht auch mit Fort Fun.“

Auch wenn die Lage aufgrund von Covid 19 zurzeit nicht gerade rosig ist, will Hermes nicht nörgeln, wie er sagt. „Man darf das Ganze auch nicht immer nur schlechtreden.“ Mit etwas Optimismus sieht er seinen Jobwechsel demnach auch positiv, was auch dadurch bestärkt wird, dass bereits Planungen für Veranstaltungen in den Jahren 2021 und 2022 stattfinden.

Alles in allem hat sich Christoph Hermes also trotz, oder vielleicht auch ein wenig wegen der widrigen Umstände im neuen Berufsfeld gut eingelebt. „Ich habe es trotz allem nicht bereut.“

>>>HINTERGRUND

Christoph Hermes ist gelernter Veranstaltungsfachwirt.

Er hat n eun Jahre lang beim Stadtmarketing Meschede gearbeitet und war für die Veranstaltungen der Stadt zuständig.

Als Projektmanager bei der Firma Eventtechnik Südwestfalen kümmert er sich jetzt um perfekte technische Ausstattung bei Veranstaltungen jeder Art, vom Mikrofon über Bühnen und Beleuchtung bis zur Pyrotechnik.

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