Gedenken

Sehr persönliche Worte zur Mescheder Reichspogromnacht

Schweigemarsch anlässlich der Reichspogromnacht in Meschede

Foto: Ute Tolksdorf

Schweigemarsch anlässlich der Reichspogromnacht in Meschede Foto: Ute Tolksdorf

Meschede.   Zum Gedenken an die Reichspogromnacht verlas Pfarrer Michael Schmitt sehr persönliche Worte - den letzten Brief von Antonie Marcus aus Ramsbeck.

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Rund 100 Teilnehmer haben Donnerstagabend mit einem Schweigemarsch an die Reichspogromnacht 1938 erinnert und zu Toleranz und Völkerverständigung aufgerufen. Sie folgten dem Aufruf eines breiten Bündnisses politischer und kirchlicher Gruppen.

Persönlicher Brief an die Urgroßmutter

Sehr persönlich wurde der Abend durch einen Brief, den Pfarrer Michael Schmitt verlas. Die Jüdin Antonie Marcus aus Ramsbeck hatte ihn im Juli 1942 aus dem Dortmunder Sammellager an seine Urgroßmutter, ihre Nachbarin, geschickt. „Jetzt habe ich auch das Lagerleben kennengelernt“, schrieb sie darin. Nun gehe es in die „weite Ferne“. Und: „Sollte ich Kinder und alle Verwandten wohl noch wiedersehen?“

Sie sah sie nicht mehr. Im September 1942 wurde sie im KZ Treblinka ermordet. Für Pfarrer Michael Schmitt macht auch diese Geschichte „die Menschen hinter den großen Zahlen“ von Krieg und Verfolgung deutlich.

Mehr zur Geschichte der Familie Marcus findet sich hier

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