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So war es bei Matze Knop in der Stadthalle Meschede

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Meschede.  Matze Knop als König von Deutschland: So war sein Auftritt in der Stadthalle in Meschede.

Nur für einen Tag regieren und König sein. Gesetze machen und das Land verändern. Diese Vorstellung mag zwar der ein oder andere schon gehabt haben, wahr wird sie für die meisten wohl trotzdem nie. Auch nicht für Matze Knop. Trotzdem hat sich der Entertainer in seinem aktuellen Programm mit genau diesem Gedanken beschäftigt und dem Mescheder Publikum berichtet, wie er sich sein Land, „Matzeknopien“, vorstellt.

Im Zuge seiner Tour „Willkommen in Matzeknopien“ machte der Comedian aus Lippstadt auch Halt in der Stadthalle. Auf knapp zweieinhalb Stunden Programm durften sich die Gäste des Comedy-Stars freuen. Das bestand wie gewohnt nicht nur aus einfachen Witzen, sondern auch Gesang oder Imitationen.

Klatschen und Mitsingen

Doch anstatt sich lediglich auf sein einstudiertes Programm zu verlassen, ging der Entertainer immer wieder auf sein Publikum ein. So kürte er zum Beispiel die Super-Mutti, machte Witze über den Heimatort oder den favorisierten Fußballverein der Zuschauer. Ständig animierte er zum Klatschen und Mitsingen, die Menschen im Saal ließ er dabei nie aus den Augen.

Was bei anderen Comedians nervt, beherrscht Knop aufgrund seiner langen Erfahrung in Perfektion. „Dass er sich nicht so starr wie andere an sein Programm hält, macht ihn für mich symphytisch“, meinte beispielsweise Fynn Brune aus Bödefeld, der zum ersten Mal eine Show des Lippstädters besucht. „Falls er noch einmal in die Stadthalle kommen sollte, komme ich gerne wieder“.

Jürgen Klopp, Jogi Löw oder Christiano Ronaldo

Den Bericht über die Vorstellungen seines eigenen, imaginären Landes verknüpfte Knop mit seinen altbekannten Rollen. Die Imitationen von Jürgen Klopp, Jogi Löw oder Christiano Ronaldo durften da selbstverständlich nicht fehlen. Was dabei auffällt: Der Comedy-Star selbst hat besonders Spaß dabei. Nicht selten musste der 45-Jährige selbst schmunzeln, wenn er das Publikum zum Lachen brachte.

Mit den Themen der Witze kann sich das Publikum identifizieren. Wenn sich Knop über heutige Singer-Songwriter lustig machte oder auch von nervigen Müttern in Klassenchats berichtete, sprach er manchem damit aus der Seele. Dass die Witze dabei eher seltener auf Kosten von anderen öffentlichen Personen gehen, unterscheidet ihn von anderen Comedians. Viel lieber berichtet er vom letzten Griechenlandurlaub oder den diplomatischen Beziehungen „Matzeknopiens“ zu Russland.

Das Gefühl für passende Lacher und Rollen besitzt der Lippstädter zweifelsfrei. Ein Grund dafür mag seine langjährige Bühnenerfahrung sein. Mit der Rolle des „Supa Richie“ hatte gegen Ende der 90er-Jahre die Karriere des studierten Journalisten begonnen. Den anfänglichen Radiosendungen folgten schon bald Auftritte im Fernsehen, unter anderem moderierte er die Sendung „Knop´s Spätshow“.

Zusätzlich sprach der 45-Jährige in der Vergangenheit bereits einige Filmrollen und oder nahm mehrere Comedy-Lieder auf. Mit einigen davon landete er sogar in den deutschen Singlecharts.

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