Bilanz

Sparkasse Meschede sieht sich gut aufgestellt

Vorstand und Führungskreis der Sparkasse Meschede. Ingolf Blume, Stephan Beule, Uwe Metzner, Vorstandsmitglied Alexander Wilke, Dietmar Steringer, Bernd Hochstein, Peter Schulte, Vorstandsvorsitzender, Stephan Eickelmann, Dorothee Kayser und Martin Adams (von links).

Vorstand und Führungskreis der Sparkasse Meschede. Ingolf Blume, Stephan Beule, Uwe Metzner, Vorstandsmitglied Alexander Wilke, Dietmar Steringer, Bernd Hochstein, Peter Schulte, Vorstandsvorsitzender, Stephan Eickelmann, Dorothee Kayser und Martin Adams (von links).

Meschede.   Die Mescheder Sparkasse hat deutlich mehr gewerbliche Kredite vergeben. Die Nachfrage nach Immobilien steigt.

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Für die Sparkasse Meschede war 2017, unter den zinsbedingt sehr schwierigen Rahmenbedingungen, nach eigenen Angaben ein gutes Jahr. Die Bilanzsumme beläuft sich zum Jahresende auf 633 Millionen Euro. „Wir stehen wirtschaftlich stabil da und sind für die Zukunft gut aufgestellt“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Peter Schulte anlässlich des Jahresauftaktes mit dem Führungskreis der Sparkasse.

Wertpapiere gefragt

Nach den vorläufigen Zahlen hat es auch im Jahr 2017 erneut ein Wachstum bei den Kundeneinlagen (482 Millionen Euro) und den Krediten (456 Millionen Euro) gegeben. Besonders auffällig ist der deutliche Anstieg bei der Geldvermögensbildung – also das, was die Privatkunden neu auf Sparkonten sowie in Wertpapieren angelegt haben. Neben den täglich fälligen Einlagen waren Wertpapiere wieder stärker gefragt. So stiegen die Einlagen der Privatkunden zum Jahresende um 27 Millionen Euro (+ 5,5 Prozent).

Vermögensaufbau

„In Zeiten der Niedrigzinsphase kann ein Vermögensaufbau nur gelingen, wenn Wertpapiere in den Anlagenmix einbezogen werden“, betonte Schulte. Der Bestand in den Wertpapierdepots der Kunden liegt mit 132 Millionen Euro (+ 3,1 Prozent) auf dem Niveau der Vorjahre.

Steigende Unternehmensinvestitionen trieben das Kreditgeschäft an. „Die Unternehmen erweitern ihre Kapazitäten und die günstigen Finanzierungsbedingungen wirken sich positiv auf die Kreditnachfrage aus“, sagte Schulte. So konnte der Bestand bei den gewerblichen Krediten um fast 10 Millionen Euro (+ 4,5 Prozent) erhöht werden.

Vom Wachstum begeistert

Sparkassendirektor Alexander Wilke, seit dem 1. August 2017 Vorstandsmitglied der Sparkasse Meschede, zeigte sich vom Wachstum bei der Kreditvergabe im Firmen- und Gewerbekundensegement begeistert. „Rechnet man die Steigerungen bei den öffentlichen Fördermitteln und den Bürgschaften hinzu, steht ein Wachstum von 9,5 Prozent in unseren Büchern.“

2017 hat die Sparkasse Meschede 16 Existenzgründungen mit einem Kreditvolumen von 3,6 Millionen Euro begleitet. Dadurch konnten 57 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Das Kundengeschäftsvolumen steigerte die Sparkasse Meschede 2017 um 4 Millionen Euro auf 1,1 Milliarden Euro - ein leichtes Plus von 0,4 Prozent.

Im Gegensatz zu anderen Kreditinstituten verbesserte die Sparkasse Meschede ihr Betriebsergebnis, wodurch das Eigenkapital weiter gestärkt wird.

Die starke Nachfrage nach Immobilien, bedingt durch das weiterhin niedrige Zinsniveau, führte in guten Lagen zu einem weiteren Anstieg der Preise. Der durchschnittliche Verkaufspreis einer gebrauchten Immobilie liegt in Meschede und Eslohe bei rund 160 000 Euro bis 220 000 Euro. Je nach Lage und Ausstattung haben sich die Preise laut Sparkasse im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um circa 7,5 Prozent erhöht. Für den Neubau eines Einfamilienhauses, inklusive Grundstück, kommen heute schnell 350 000 Euro zusammen. Der Quadratmeterpreis bei neuen Eigentumswohnungen liegt bei durchschnittlich 2500 Euro.

Folgen der Digitalisierung

Auch auf das Sparkassengeschäft wirkt sich die Digitalisierung aus: Die Geschäftsstrategie der Sparkasse Meschede beinhaltet eine Multikanalstrategie. Wilke: „Das kann unser Kundenservice-Center sein, aber auch das Internet, die Sparkassen-App, das Telefon oder die Chatfunktion auf Sparkasse.de“. Das Online-Banking nutzen die Firmen- und Gewerbekunden bereits zu 93 Prozent. Bei den Privatkunden erledigen 56 Prozent ihren Zahlungsverkehr digital.

49 000 Anrufe im Service-Center

Das „Kundenservice-Center“, Ende Januar 2017 eröffnet, gilt bei der Sparkasse Meschede schon jetzt als voller Erfolg. „Mehr als 49 000 Anrufe zeigen, dass viele Geldgeschäfte, Fragen und Wünsche schnell und effizient per Telefon erledigt werden können“, so Wilke.

>>>>>> INFO >>>>>>>

Auch die Einzelhändler in Meschede profitierten vom Engagement der Sparkasse. So hat das heimische Kreditinstitut die Kosten für die Erstanschaffung der neuen Gutscheinkarten übernommen. In fast 50 Mitgliedsgeschäften der Werbegemeinschaft „Meschede aktiv“ können nun die Gutscheinkarten erworben und auch eingelöst werden.


Das ehrenamtliche Engagement der Vereine und Verbände in Meschede und Eslohe wurde mit Spenden und Sponsoring in einer Höhe von 130 000 Euro finanziell gefördert.

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