Rahmenplan

Spielplätze in Schmallenberg: Wie steht es um die Zukunft?

Der Spielplatz an der Walkemühle in Bödefeld   

Der Spielplatz an der Walkemühle in Bödefeld  

Foto: Dorfgemeinschaft

Schmallenberg.  Wo liegen die größten Mängel? Und was muss sich auf den Spielplätzen in Schmallenberg verändern? Das will die Stadt in Befragungen herausfinden.

Schon seit einiger Zeit arbeitet die Stadt an einem neuen Konzept für Spielplätze in Schmallenberg. Da sich die Anforderungen und die gesellschaftlichen Bedürfnisse geändert haben, versucht die Stadt nun, auf diese Veränderungen einzugehen. Dabei soll vor allem das Engagement von Eltern und Dorfgemeinschaften eine wichtige Rolle spielen - und auch Kinder und Familien sollen mit einbezogen werden. Wann genau die Planungen abgeschlossen werden, ist nicht absehbar. Über den aktuellen Stand und die Zukunftsplanung berichtet Jugendamtsleiter Ludger Frisse.

In welchem Zustand befinden sich die Spielplätze im Stadtgebiet?

Ludger Frisse: Die Spielplätze in der Stadt Schmallenberg sind in einem guten bis sehr guten Zustand.

Wo liegen die größten Mängel?

Die Spielplätze werden abhängig von der Ausstattung und Intensität der Nutzung regelmäßig auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft. Die festgestellten Mängel werden umgehend beseitigt. Es gibt somit keine größeren Mängel auf den Spielplätzen.

Haben Eltern vielleicht Angst, ihre Kinder auf den Plätzen spielen zu lassen, da sie sich verletzen könnten?

Nein! Die Eltern müssen keine Angst haben. Die Spielplätze befinden sich in einem ordnungsgemäßen Zustand und können von den Kindern genutzt werden.

Gibt es in der Stadt Paradebeispiele für schlechte Spielplätze?

Nein! Im Gegenteil - gerade in den letzten Jahren sind sehr viele für die Kinder äußerst interessante und verschiedene Anlagen hinzu gekommen, angefangen vom kürzlich wiedereröffneten Spielplatz Walkemühle

in Bödefeld, über die Wilde 7 in Gleidorf, den Abenteuerspielplatz in Grafschaft, den neuen Spielplatz im Kurpark Schmallenberg oder die neuen Einrichtungen in Bracht und Nordenau, um nur einige zu nennen.

Was muss sich auf den Plätzen allgemein verändern?

Mit dem vorgelegten Rahmenplan reagieren wir auf die Veränderung der gesellschaftlichen Bedürfnisse und damit verbunden auch die Anforderungen an Spielplätze. Während Spielplätze früher hauptsächlich für Kinder vorgesehen waren, sollten sich Spielplätze heute zunehmend zum durchdachten Spiel- und Bewegungsraum wandeln, in dem auch verstärkt Jugendliche und Erwachsene mit einbezogen werden.

Das alte Spielplatzkonzept berücksichtigt die eingetretenen Entwicklungen nicht. Es ist daher erforderlich einen neuen Rahmenplan zu entwickeln, der die gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedürfnisse angemessen berücksichtigt und als Leitlinie für die zukünftige Gestaltung von Spielplätzen in der Stadt Schmallenberg dient.

Welche Elemente fehlen?

Alle Spielplätze verfügen über Spielgeräte, die die Benutzer anregen, aktiv mitzumachen. Wir haben 114 öffentliche Spiel- und Bolzplätze. Es ist daher natürlich, dass es immer wieder Wünsche gibt, auf Spielplätzen neue Spielgeräte aufzustellen. Wo wir in der Zukunft Verbesserungen anstreben, ist der Bereich der Inklusion. Wir werden bei der Neuanschaffung und dem Ersatz von Spielgeräten darauf achten, dass regelmäßig auch inklusive Spielgeräte zur Verfügung stehen.

Inwiefern sollen Wünsche von Kindern und jungen Menschen in der Planung berücksichtigt werden?

Wir möchten wissen, wie sich die Kinder und Jugendlichen ihren Spielplatz vorstellen, welche Geräte interessant sind, wie sie sich Aufenthaltsflächen vorstellen und vieles mehr. Dann wird man sehen, inwieweit diese Vorstellungen umgesetzt werden können. Jedenfalls erhoffen wir uns eine gute Grundlage, um den Wünschen und Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen gerecht werden zu können.

Gibt es weitere Beteiligungen von Kindern und Familien am Projekt?

Das ist ein wichtiger Punkt. Wenn es gelingt, dass sich Eltern-, Straßen- oder Dorfgemeinschaften finden, die sich einbringen, planen und bauen und auch später unterhalten, entstehen regelmäßig ganz tolle Anlagen. Als Stadt unterstützen wir dies in jeglicher Hinsicht.

Wie lange dauert es, bis die Rahmenplanung abgeschlossen ist?

Wir haben keine Eile – wir möchten den Rahmenplan vor Ort mit den Kindern und Jugendlichen, mit allen Beteiligten intensiv diskutieren, sie einbinden und begeistern. Die Stadt hat 83 Ortsteile, das wird einige Zeit in Anspruch nehmen- das wird man sehen. Nur - wir haben ja keinen Stillstand! Zum einen gibt es Spiel- und Bolzplätze – 114 an der Zahl. Zum anderen geht es ja weiter, wenn Einvernehmen vor Ort gefunden wurde. Das gilt z.B. für die Anlage an der Schützenhalle in Oberkirchen, eingebettet in den neuen Dorfpark.

Ist es nicht vielleicht schon zu spät? Schon jetzt spielen viele Kinder lieber im eigenen Garten, was will man gegen diese Entwicklung unternehmen?

Natürlich sollen die Kinder auch weiterhin im eigenen Garten spielen dürfen. Die öffentlichen Spielplätze runden das Angebot ab, vielleicht auch mit der einen oder anderen besonderen Ausrichtung.

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