GESUNDHEIT

Stationäre Krebsbehandlungen werden in Meschede konzentriert

 Erläuterten die Pläne: Der Ärztliche Leiter am St.-Walburga-Krankenhaus, Dr. Detlef Drüppel, der Sprecher der Geschäftsführung, Werner Kemper, sowie die beiden Onkologie-ChefärzteDr. Karsten Schulmann und Dr. Martin Schwonzen (von links).

 Erläuterten die Pläne: Der Ärztliche Leiter am St.-Walburga-Krankenhaus, Dr. Detlef Drüppel, der Sprecher der Geschäftsführung, Werner Kemper, sowie die beiden Onkologie-ChefärzteDr. Karsten Schulmann und Dr. Martin Schwonzen (von links).

Foto: Oliver Eickhoff

Meschede.   Die Behandlung von stationären Krebserkrankungen wird in Meschede konzentriert. Das heimische Klinikum sieht Chancen für die Patienten.

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Am St.-Walburga-Krankenhaus in Meschede wird eine der landesweit größten Kliniken zur Behandlung von Krebserkrankungen entstehen. Sie soll rund 60 Betten umfassen und dadurch neue Möglichkeiten der Behandlungen bieten. Die neue Klinik für Hämatologie und internistische Onkologie entsteht durch den Zusammenschluss der Krankenhäuser aus Meschede und Arnsberg.

„Es ist ein wichtiger Schritt für uns“, erklärte Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung. „Wir bündeln Kompetenzen und stärken so die Versorgung der Krebspatienten.“ Die bisherige stationäre Behandlung am St.-Johannes-Hospital in Neheim wird dafür nach Meschede ans St.-Walburga-Krankenhaus verlagert. Schon am kommenden Montag soll die neue Abteilung eröffnen. Die gemeinsame Leitung werden Chefarzt Dr. Martin Schwonzen (Meschede) und Chefarzt Dr. Karsten Schulmann (Arnsberg) haben.

Ambulant bleibt erhalten

Die ambulante Versorgung bleibt an den bisherigen Standorten erhalten. In Neheim und Hüsten werden sich wie bisher Dr. Karsten Schulmann sowie Sarah Brand, die dort bereits seit Sommer 2017 in der stationären Behandlung tätig war, um Patienten kümmern.

Für die Patienten in Meschede von Dr. Martin Schwonzen ergeben sich stationär wie ambulante keine Veränderungen, teilte die Klinik mit. Auch das Fachpersonal bleibt erhalten: ein Oberarzt, eine angehende Fachärztin und acht Mitarbeiter aus der Pflege wechseln nach Meschede.

Durch den stationärem Ausbau an einem Standort sieht der Klinikverbund die Chancen auf neue Formen der Behandlung. Stichwort: Mindestmengen. Krankenkassen erlauben besonders komplizierte Behandlungen nur, wenn eine bestimmte Fallzahl erreicht wird. Jetzt mit fast 60 Betten könnten in Meschede auch Patienten behandelt werden, die bisher in Uni-Kliniken verlegt werden. Stammzellen-Therapien und hoch dosierte Chemotherapien, nannte Chefarzt Dr. Karsten Schulmann als Beispiele.

Wettbewerb um Fachärzte

Darüber hinaus sieht die Klinik durch den Zusammenschluss auch Vorteile im Wettbewerb um Nachwuchs von Fachärzten. Die gemeinsame Abteilung wird - wie zuvor Neheim - in das Netzwerk Comprehensive Cancer Center Münster (CCCM) eingebunden und hat dadurch Zugriff auf spezielle Studien.

In Meschede sollen künftig mehr als 2000 Krebs-Patienten im Jahr behandelt werden. Bislang hatte das St.-Walburga-Krankenhaus 30 Betten, am St.-Johannes-Hospital waren es ebenfalls fast 30. Für die Konzentration auf den Standort Meschede habe zum einen die räumliche Situation gesprochen, berichtete Kemper: Die bisherige Station 4 bleibt bestehen. Zusätzlich ist Station 8 komplett renoviert worden - mit neuen Zimmern in hellen Farben.

Fachabteilungen vor Ort

Zum anderen gelten die medizinischen Voraussetzungen in Meschede als besser: Hier sind im Gegensatz zu Neheim weitere Fachabteilungen vor Ort, mit denen Onkologen bei der Behandlung zusammenarbeiten.

Für die Krankenhäuser in Neheim und Hüsten kündigte Geschäftsführer Kemper ein Konzept zur Nutzung der zum Teil frei gewordenen Räume an. Es soll im ersten Quartal dieses Jahres vorliegen. Voraussichtlich soll bis dahin auch der neue Name des Krankenhaus-Verbundes aus Meschede und Arnsberg feststehen: Im Gespräch ist der Name Klinikum Hochsauerland.

>>> Einladung für Samstag

  • Die neue Station kann am Samstag, 6. Januar, ab 14 Uhr besichtigt werden. Dazu sind alle Interessierten ins St.-Walburga-Krankenhaus in Meschede eingeladen.

  • In Kurzvorträgen informieren die Chefärzte Schwonzen und Schulmann über das Leistungs- und Versorgungsspektrum und auch über Möglichkeiten einer modernen personalisierten Krebstherapie.

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