Sperrung

Erdrutsch in Ostwig: Beseitigung kann sich lange hinziehen

Die Wassermassen haben ein Teil der Elpestraße mitgerissen. Am rechten Bildrand ist die Elpe zu sehen, deren Wasserstand nach dem Regen deutlich gestiegen ist.

Die Wassermassen haben ein Teil der Elpestraße mitgerissen. Am rechten Bildrand ist die Elpe zu sehen, deren Wasserstand nach dem Regen deutlich gestiegen ist.

Foto: Frank Selter

Ostwig.   Nach einem Erdrutsch in Ostwig wird es wohl länger dauern, bis der massive Schaden behoben sein wird. Doch es gibt auch gute Nachrichten.

Nach einem Erdrutsch an der Elpestraße in Ostwig ist unklar, wie lange es dauern wird, bis die massiven Schäden behoben sein werden. Gemeindesprecher Jörg Fröhling geht zum aktuellen Zeitpunkt davon aus, dass es allein Wochen in Anspruch nehme werde, bis anhand des genauen Schadensbildes ein Lösungsweg erarbeitet sei.

In der Nacht von Montag auf Dienstag hatten die Wassermassen der Starkregenfällen die Straße zum Friedhof unterspült - daraufhin war ein zehn Meter langer Abschnitt den Hang hinunter in Richtung Elpe gerutscht.

Jörg Fröhling kann sich an keinen ähnlichen Fall erinnern. „Zumindest in den vergangenen zehn Jahren hat es so etwas in der Gemeinde nicht gegeben“, sagt er gegenüber unserer Zeitung.

Ungläubiges Staunen der Spaziergänger

Mit ungläubigem Staunen passierten am Dienstagmorgen noch die letzten Spaziergänger die Unglücksstelle und wagten vorsichtig einen Blick in die Tiefe Richtung Elpe. Derweil waren Mitarbeiter des Bauhofs bereits damit beschäftigt, für massive Absperrungen zu sorgen, die ein Passieren der Stelle seitdem unterbinden sollen - sowohl für Autofahrer wie für Fußgänger.

Zuvor hatte auch die Ostwiger Feuerwehr mit sieben Kameraden und zwei Fahrzeugen von beiden Seiten die Durchfahrt verhindert.

Fröhling warnt mit äußerstem Nachdruck davor, die Absperrbaken zu umgehen. Es herrsche Lebensgefahr. Da der Untergrund aufgeweicht ist, sei eine weitere Nutzung der Straße nicht möglich.

Wie ein Blick in die Glaskugel

Gegen 8.30 Uhr am Morgen hatten Anwohner die Gemeindeverwaltung über den Erdrutsch informiert. Bereits gegen Mittag hatte die Gemeinde immerhin die Erreichbarkeit des Ostwiger Friedhofs über das Wohngebiet Westfeld sichergestellt.

Alles andere werde dauern, wie Fröhling auf Nachfrage mitteilte. Wie lange? Das vermag Fröhling nicht zu beurteilen. Das gleiche einem Blick in die Glaskugel. Er könne aber versichern, dass die Gemeinde alles daran setze, den Schaden schnellstmöglich zu beheben. „Beziehungsweise beheben zu lassen“, ergänzt Fröhling. Denn dort liege ein weiteres Problem. Weil die Auftragsbücher der Bauunternehmen voll seien, werde es sicherlich eine Herausforderung, eine Firma zu finden, die Zeit habe. Zunächst gehe es aber erst einmal darum, sich ein exaktes Schadensbild zu verschaffen.

Schäden auch am beliebten Elpeweg

Unklar ist derweil noch, wie groß der Schaden am unterhalb des Hang liegenden Elpeweges ist. Dorthin hatten sich die Erdmassen und das Wasser ihren Weg gebahnt.

Der beliebte Spazierweg direkt an der Elpe war erst vor zwei Jahren von der so genannten „Dorfwerkstatt“ in mehreren Bereichen erweitert, freigeschnitten und mit einem neuen Kiesbelag versehen worden. Rund 20 Ostwiger hatten sich dafür ehrenamtlich engagiert. Zumindest ein Teil ihrer Arbeit ist durch den Erdrutsch in der Nacht ebenfalls vernichtet worden.

Gegen Mittag hatten sich auch Mitarbeiter des Energieversorgers Westnetz ein Bild von der Schadensstelle gemacht. Der Erdrutsch hatte Stromkabel freigelegt. Und hier gibt es immerhin gute Nachrichten, weil kein weiteres Ungemach droht. Wie Westnetz-Sprecherin Johanna Glaser auf Nachfrage mitteilte, seien die Kabel nicht beschädigt worden. Es bestehe kein akuter Handlungsbedarf und auch kein Grund zur Sorge, dass Teile Ostwigs plötzlich mit einem Stromausfall rechnen müssen. Laut Glaser dienen die freigelegten Kabel ohnehin nur zur Versorgung der Friedhofskapelle und der Straßenbeleuchtung.

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