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Streitschlichter: Mescheder in Dortmund niedergeschlagen

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Bei einer Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Dortmund wird ein Mann aus Meschede verletzt. Die Bundespolizei stellte den mutmaßlichen Täter.

Bei einer Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Dortmund wird ein Mann aus Meschede verletzt. Die Bundespolizei stellte den mutmaßlichen Täter.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Meschede/Dortmund.  Erst mit vielen Einsatzkräften kann die Bundespolizei eine Auseinandersetzung am Hauptbahnhof Dortmund beruhigen. Opfer: Ein Mann aus Meschede.

Ein Mann aus Meschede ist am Hauptbahnhof Dortmund Opfer einer Auseinandersetzung geworden. Ein mutmaßlicher Täter flüchtete vor der Bundespolizei, konnte aber gestellt werden.

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Gegen 3.15 Uhr waren Bundespolizisten am frühen Sonntagmorgen auf Streife im Hauptbahnhof. Dabei wurden sie am angrenzenden Parkplatz auf eine lautstarke verbale Auseinandersetzung einer Menschentraube aufmerksam. Der Mescheder kam direkt auf die Beamten zu und gab an, kurz zuvor geschlagen worden zu sein: Der 20 Jahre alte Deutsche sagte dabei, dass sich der Täter noch in unmittelbarer Nähe aufhalten würde. Als sich die Einsatzkräfte diesem Mann näherten, flüchtete er unvermittelt in Richtung Kopfbahnsteige. Am Gleis 3 gelang es den Bundespolizisten, den 19-Jährigen zu stellen.

Unvermittelt ein Schlag aufs Auge

Der 20-jährige Mann aus Meschede schilderte, dass er sich in einem Auto auf dem Parkplatz aufgehalten habe. Dabei sei ihm aufgefallen, dass der 19-jährige Dortmunder mit einer Frau lautstark stritt. Daraufhin habe er das Fenster geöffnet und nachgefragt, ob die Frau Hilfe benötige. Der 19-Jährige soll sehr aggressiv reagiert und ihm dann unvermittelt einen Faustschlag gegen das rechte Auge gegeben haben. Der Mescheder sei dann ausgestiegen und habe ihm hinterhereilen wollen. Doch ihn habe dann ein anderer 20-Jähriger festgehalten und daran gehindert. Dieser Dortmunder soll ihm dann erneut einen Fauststoß verpasst haben. Anschließend habe der 20-jährige Dortmunder den Geschädigten zu Boden gestoßen. Der Mescheder wies Blessuren am Auge und Schürfwunden am Knie auf. Zudem klagte er über Schmerzen an der Nase, lehnte jedoch eine ärztliche Versorgung ab.

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Drei Zeugen bestätigten die Angaben des 20-Jährigen, weitere Zeugen machten jedoch widersprüchliche Angaben zum Tathergang. Die beiden Tatverdächtigen äußerten sich dazu nicht. Insgesamt war eine Vielzahl von Einsatzkräften nötig, um die Anwesenden zu trennen und die Gemüter zu beruhigen, so die Bundespolizei.

Aufgrund des augenscheinlich alkoholisierten Zustandes führte der 19-Jährige einen freiwilligen Atemalkoholtest mit einem Wert von 0,7 Promille durch. Die Bundespolizisten leiteten ein Ermittlungsverfahren gegen die 19 und 20 Jahre alten Männer wegen Körperverletzung ein.

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