Lagerverkauf

Werksverkauf in Wehrstapel - Szenen wie bei einem Popkonzert

Werksverkauf Wehrstapel

Großer Andrang beim Werksverkauf in Meschede-Wehrstapel.
Do, 12.10.2017, 16.54 Uhr

Werksverkauf Wehrstapel

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Meschede.   Hunderte Menschen strömen zum Lagerverkauf in die Schützenhalle in Wehrstapel. Szenen wie bei einem Popkonzert spielen sich ab.

Autos mit Kennzeichen aus Paderborn, Bielefeld und Köln rollten gestern über die Straßen in Wehrstapel. Ihr Ziel: die Schützenhalle der St.-Josef-Schützenbruderschaft. Vor den Türen der Halle schlängelte sich eine Menschenmenge über den bereits wegen Überfüllung abgesperrten Parkplatz. Besonders viele Frauen warten, dass sich die Türen öffnen.

Beliebte Marke im Angebot

Nein, in Meschede fand gestern kein Popkonzert mit großen Stars statt, dafür aber ein Lagerverkauf. Im Angebot unter anderem die angesagte Marke Naketano. Mit Reduzierungen bis zu 70 Prozent lockt Veranstalter Spazio die Kunden an drei Tagen nach Meschede. Diese nahmen für das ein oder andere Schnäppchen zum Teil weite Wege in Kauf. So wie die Freundinnen Silvia Pöppel und Sarah Pieper. Sie waren extra aus Bielefeld angereist. „Wir wollten heute einfach zusammen etwas unternehmen und haben überlegt, wo wir hinfahren“, sagte die 25-jährige Silvia Pöppel. Berlin? Hamburg? Nein, Meschede! „Ich gehe gerne shoppen und 70 Prozent Rabatt sind ja nicht schlecht“, ergänzte Sarah Pieper. Da lohne sich dann auch die weite Fahrt, waren sich die beiden einig.

Lange Anreise

Auch die 33-jährige Sylwia Kurte konnte eine längere Anreise nicht abschrecken. Sie kam aus Paderborn nach Meschede und sicherte sich den vordersten Platz in der Schlange. „Ich bin um halb zehn in Paderborn losgefahren, um halb elf stand ich bereits vor der Schützenhalle“, berichtete sie. Eineinhalb Stunden später, um 12 Uhr, öffneten sich erst die Türen. „Das Warten macht mir nichts. Wir haben uns hier in der Schlang gut unterhalten“, sagte die 33-Jährige und erhielt von den Frauen, die um sie herum in der Schlange standen, ein zustimmendes Nicken. Gekommen sei sie wegen der Pullover der Marke Naketano. „Die sind einfach toll“, so die 33-Jährige. „Und wir sind halt Schnäppchenjäger“ pflichtete ihr die 61-jährige Christina Stüker aus Sundern bei. Auch sie hatte sich einen der vordersten Plätze in der Schlange gesichert und auch ihr macht das lange Warten nichts aus: „Shoppen ist für Frauen ja schließlich entspannend“, sagte sie.

So richtig nach Entspannung sah der Menschandrang vor der Schützenhalle allerdings nicht aus. Und ganz klar war zumindest für Sylwia Kurte: „Wenn mir jemand versucht einen Pullover aus der Hand zu schnappen, dann gibt es eine Retourkutsche“. Ansonsten wolle sie sich aber keinesfalls mit anderen um die Schnäppchen streiten.

Einlass läuft geordnet

Um 12 war es soweit, die Türen öffneten sich. Irgendwie erwartete man eine losstürmende Menschenmenge, doch der Einlass lief geordnet ab, fast vergleichbar mit einem Probe-Feueralarm in einer Schule: Alle bewegten sich in Zweierreihen langsam vorwärts. In der Halle wurde es dann aber doch etwas ungestümer. Die säuberlich gefalteten und gestapelten Pullover, auf die es die meisten Schnäppchenjäger abgesehen hatten, wurden bei der Suche nach der richtigen Größe zerwühlt. Anprobiert wurden die Klamotten in allen Ecken der Halle, zwar waren Umkleidekabinen vorhanden, doch die waren schnell besetzt.

Einige Schnäppchenjäger konnten ihre Ware kaum mehr tragen. Zehn bis fünfzehn Pullover und Jacken stapelten sich auf den Armen einiger Kunden.

Halbleere Tische

Im Vergleich zum Vortag sei es am gestrigen Donnerstag ruhiger, sagte eine Frau aus Bestwig, die ihren Namen nicht nennen wollte. „Kriegsähnlich“ sei es in der Schützenhalle beim ersten Verkaufstag am Mittwoch zugegangen. Sogar die Polizei musste anrücken. „Am Mittwoch war es richtig voll“, bestätigt auch Florian Barbig, der 33-Jährige arbeitet für den Spazio-Lagerverkauf an der Kasse. „Wir haben zeitweise sogar gedacht, dass wir die Halle schließen müssen“, berichtet er. Wer eine Stunde nach Verkaufsstart kam, schaute schon auf halbleere Tische.

An den Kassen könne die Wartezeiten laut des Kassieres übrigens bis zu 40 Minuten betragen. Wer beim Lagerverkauf shoppen möchte, braucht also Zeit und Geduld. Alles für das Schnäppchen.

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