Bundestag

Tempo 130 auf Autobahnen: So stimmten heimische Politiker ab

An der Autobahn steht eine Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsangabe von 130 Stundenkilometer. Die Grünen wollten ein Tempolimit für ganz Deutschland erreichen.

An der Autobahn steht eine Verkehrsschild mit der Geschwindigkeitsangabe von 130 Stundenkilometer. Die Grünen wollten ein Tempolimit für ganz Deutschland erreichen.

Foto: Jens Büttner / dpa

Meschede.  Im Deutschen Bundestag ist über Tempo 130 auf Autobahnen diskutiert worden. So stimmten die heimischen Abgeordneten aus dem Hochsauerland ab.

Der Deutsche Bundestag hat über Tempo 130 auf Autobahnen abgestimmt. Wie haben sich die heimischen Abgeordneten positioniert? Wir haben nachgeschaut.

Es war ein Antrag der Grünen-Fraktion: Sie hatte gefordert, eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen einführen. Begründung: Dadurch könne die Verkehrssicherheit erhöht werden, es seien wenige Tote bei Unfälle zu beklagen. Außerdem könnten CO2-Emissionen gespart werden, das Tempolimit sei somit eine „effiziente Klimaschutzmaßnahme“.

Schon im Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur fiel der Vorstoß durch: Vertreter der Fraktionen von CDU/CSU, SPD, AfD und FDP stimmten dagegen, diejenigen der Linkspartei und der Grünen dafür. Bei der entscheidenden Sitzung im Bundestag wurde die Ablehnung bekräftigt.

Sensburg, Cronenberg und Wiese gegen Limit

Von den heimischen Abgeordneten stimmten sowohl Patrick Sensburg (CDU) wie auch Carl-Julius Cronenberg (FDP) gegen ein Tempolimit auf Autobahnen. Dirk Wiese (SPD) fehlte in der Sitzung. Er hatte in seiner Funktion als Russland-Beauftragter der Bundesregierung einen Termin auf der Frankfurter Buchmesse.

Auf Nachfrage erklärte Wiese: „Ich hätte gegen den Antrag gestimmt, weil es den Grünen nicht um die Sache ging, sondern nur darum, die Regierung aus parteitaktischen Gründen vorzuführen.“

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