Leserbrief

Toiletten beim Open Air - ärgerlich und unhygienisch

Ein Blickfang beim Open Air in Meschede: Mitgebrachtes Toilettenpapier, schon dekoriert und beleuchtet.

Ein Blickfang beim Open Air in Meschede: Mitgebrachtes Toilettenpapier, schon dekoriert und beleuchtet.

Foto: Brigitta Bongard

Zum Open Air in Meschede wird viel über die Toiletten und über Klopapier diskutiert. Dazu erreichte uns ein Leserbrief.

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Markttoiletten. Eigentlich ist es nicht meine Art, mich öffentlich zu Missständen zu äußern, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Es wird ja gerade viel über die Markt-Toiletten diskutiert und über besagten Vandalismus (welchen ich jetzt nicht gesehen habe). Als ich am 24. Juli meine Notdurft verrichten wollte, waren die Toiletten am Markt verschlossen. Ich bin aus diesem Grund persönlich an den Veranstalter herangetreten und habe ihn gebeten, diese doch zu öffnen. Er erklärte mir, dass die Toilettenfrau den Schlüssel hätte und diese offen sind. War ja nicht der Fall, sonst hätte ich ihn ja nicht „belästigt“.

Der Dame vom WC -Wagen habe ich nun ebenfalls einen Besuch abgestattet, musste ja immer noch meine Getränke loswerden, und habe sie dann um die Öffnung gebeten. Sie scheint meiner Bitte auch nachgekommen zu sein, denn 45 Minuten später waren diese offen, zum Leidwesen der Gäste leider ohne Papier, Handtuchpapier oder Seife. Kann ja passieren, man muss ja nur eben Bescheid sagen, und es wird geändert (dachte ich ). Also noch einmal zum Veranstalter und ihn darüber Informiert. Die Reaktion war ein Schulterzucken, und man kümmerte sich wieder um andere Dinge.

Ungewollt viele Lacher

Eine Woche später: gleiches Bild. Toiletten geöffnet, keinerlei Bestückung notwendiger Utensilien. Ärgerlich und unhygienisch! Nochmal eine Woche später: Da man davon ausgehen musste, dass sich das Spiel jetzt wie ein roter Faden durchzieht, hat meine Freundin eine Rolle Klopapier mitgebracht und sorgte damit ungewollt für viele Lacher. Jetzt kann es natürlich sein, dass nicht jeder diesen Humor teilt, nur für uns war es die Rettung.

Der Stein, der mit der Aktion ins Rollen kam, war nicht vorhersehbar - ab diesem Moment wurde aus lustig - lächerlich. Die offizielle Stellungnahme und der Verschluss des stillen Örtchens aufgrund von Vandalismus erschließt sich mir nicht. 47 Rollen sollen verbraucht worden sein? Wo bitte kamen die her? Sind die Stufen hinab zu den WCs gleich zusetzen mit dem Gleis 9 3/4 in den Harry Potter Romanen und wir als einfache Muggel konnten die magische Welt von Hogwarts (in der es Papier im Überfluss gab) nicht betreten? Die einzige Rolle des Glückes stand ja auf unserem Tisch.

Der Lüge bezichtigt

Ich unterstelle wirklich niemandem was Schlechtes, aber mit der Stellungnahme wurden die Gäste ja nicht nur der Lüge bezichtigt, sondern auch der mutwilligen Zerstörung! Entschuldigung, aber dann habe ich das Verhältnis von Veranstalter zu Gast missverstanden.

Da ich meinen Brief nicht negativ beenden möchte noch ein paar lobende Worte. Ich danke dem Thekenteam: Ihr macht einen Bombenjob und das immer mit einem Lächeln, weiter so! Der Dame von den mobilen Toiletten: Auch Dir einen herzlichen Dank, deine Wagen sind absolut sauber. Du bist immer freundlich, auch wenn es mit Sicherheit Menschen gibt, die diese Form der Arbeit nicht zu schätzen wissen. Wir tun es! Genug der Worte.

Nadine Schmidt,
per Email

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