Nördeltstraße

Treppe seit Juli 2018 gesperrt – Ärger in Meschede steigt

Ein Anwohner der Nördeltstraße gibt seinen Unmut kund. Diese Treppe ist seit genau einem Jahr gesperrt.

Ein Anwohner der Nördeltstraße gibt seinen Unmut kund. Diese Treppe ist seit genau einem Jahr gesperrt.

Foto: Privat

Meschede.  Anwohner ärgern sich seit einem Jahr über die Sperrung der Stiege zur Nördeltstraße. Ob sie überhaupt wieder geöffnet wird, ist aber noch offen.

„Eine Schande für Meschede“ - mit diesem handgeschriebenen Schild hat wohl jemand seinem Unmut Luft machen wollen. Das zumindest vermutet Herbert Eigemeier, der uns das Bild zugesandt hat. Er selbst war es nicht, betont er. Da er aber selbst in dieser Straße wohnt, weiß er um die Stimmung in der Nachbarschaft.

Das Schild hängt an der Absperrung der Treppe, die bis Sommer 2018 für die Anwohner die schnelle Verbindung zur Hünenburgstraße war. Seitdem ist die marode Treppe gesperrt. „Ein Jahr ist mittlerweile um“, gibt Herbert Eigemeier zu bedenken. Er ist der stellvertretender Vorsitzende der Siedlergemeinschaft Hünenburg. Eine klare Information seitens der Stadt gebe es nicht.

Kurze Verbindung in die Stadt

Die Treppe war bislang nicht nur der Fußweg in die Stadt, sondern auch der Weg zur Schulbushaltestelle für die Kinder. „Die werden jetzt zum Teil mit dem Auto zur Schule gefahren“, sagt Eigemeier. Der Umweg, den man jetzt in Kauf nehmen müsse, sei schon groß. Einige Anwohner hätten daher das Betreten ihrer Grundstücke erlaubt. Wer abkürzen will, kann also durch die Gärten steigen. Aber wer trägt die Verantwortung, wenn etwas passiert? Zum Beispiel wenn jemand stürzt. Ganz wohl sei den Grundstücksbesitzern dabei nicht.

Die Stadt Meschede hat den Fußweg zwischen der Nördeltstraße und der Hünenburgstraße im Juli 2018 gesperrt. Zur Begründung erklärt Pressesprecher Jörg Fröhling: „Die Treppenanlage ist so stark in die Jahre gekommen, dass wegen der mittlerweile aufgetretenen baulichen Mängel die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet war. Deshalb ließ sich eine sofortige Sperrung nicht mehr vermeiden.“

Sehr aufwändige Baustelle

Aktuell hole die Stadt Meschede bei heimischen Betrieben ein Angebot zur Sanierung der Stiege zwischen Hünenburg- und Nördeltstraße ein. Damit soll auch geprüft werden, ob eine Sanierung baulich möglich ist, zumal hier eine sehr aufwändige Baustelle entstehen würde.

Fröhling: „Aufgrund der Lage und des sehr engen Arbeitsraumes sind viele Tätigkeiten nicht maschinell, sondern nur in Handarbeit zu erledigen“, erklärt der Pressesprecher. Sollte eine Sanierung baulich zu wirtschaftlichen Bedingungen möglich sein, müsste von Seiten der Stadtverwaltung die Finanzierung eines solchen Projektes geprüft werden.

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