Politik

Trotz Enttäuschung sagen HSK-Delegierte: „Wir brauchen Merz“

Friedrich Merz (CDU) und seine Frau Charlotte sitzen beim CDU-Bundesparteitag am Tisch des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen - hier neben Landrat Dr. Karl Schneider.

Friedrich Merz (CDU) und seine Frau Charlotte sitzen beim CDU-Bundesparteitag am Tisch des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen - hier neben Landrat Dr. Karl Schneider.

Foto: Kay Nietfeld

Meschede/Hamburg.   Peter Liese und andere Delegierte aus dem HSK wünschen sich trotz Wahlniederlage eine „herausragende Position“ für Friedrich Merz.

Den heimischen Delegierten ist die Enttäuschung anzumerken: Mit 48,2 zu 51,7 Prozent der Stimmen unterliegt der Sauerländer Friedrich Merz am Freitag Annegret Kramp-Karrenbauer in der Stichwahl um den CDU-Parteivorsitz.

„Wir sind alle sehr enttäuscht“, sagt dann auch Peter Liese. Der CDU-Europaabgeordnete aus Meschede hält auch Annegret Kramp-Karrenbauer für geeignet, sagt aber: „Wir müssen alle jetzt höllisch aufpassen, dass sich nicht die zurückziehen, die das Wahlergebnis als Entscheidung gegen die Wirtschaft und gegen das Konservative in der CDU verstehen.“ Er werde sich deshalb mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass Friedrich Merz weiter an herausragender Position in der Partei eingebunden bleibe. „Er ist ein starker Typ, ein talentierter Kopf. Wir brauchen ihn.“ Dabei hofft er, dass Friedrich Merz dazu auch bereit ist.

Auch Landrat Dr. Karl Schneider ist frustriert: „Natürlich. Merz war mein Favorit. Er hätte andere, schärfere Akzente gesetzt.“ Das Ergebnis sei denkbar knapp gewesen. Doch jetzt müsse die Partei nach vorn sehen. Auch Annegret Kramp-Karrenbauer habe eine kämpferische Rede gehalten. Jetzt gehe es darum, das konservative Element der CDU wieder herauszuarbeiten und die Menschen einzubinden. „Das müssen wir hinkriegen.“

Der CDU-Kreisvorsitzende Matthias Kerkhoff war insgesamt von der starken Vorstellung aller drei Bewerber angetan. „Auch die Unterlegenen müssen nun mit eingebunden werden.“ Das sei Aufgabe der neuen Vorsitzenden. „Wir haben nun dieses Ergebnis und damit müssen alle verantwortungsvoll umgehen. Insgesamt war das ein toller Wettstreit.“

Das findet auch Marcel Tillmann, Kreisvorsitzender der Jungen Union, der aus Wennemen kommt und in Hamburg seinen ersten Bundesparteitag erlebt. „Die Spannung im Saal war deutlich zu spüren.“ Auch wenn er es „schade“ findet, dass Friedrich Merz nicht gewonnen hat: „Die Wahl zeigt doch, wie viele starke Köpfe die Partei hat.“

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