Umwelt

UWG Schmallenberg fordert 15-Punkte-Plan für den Klimaschutz

Photovoltaik auf Freiflächen - wie hier in Meschede an der Autobahn A46 fordert die UWG unter anderem in ihrem 15-Punkte-Plan.

Photovoltaik auf Freiflächen - wie hier in Meschede an der Autobahn A46 fordert die UWG unter anderem in ihrem 15-Punkte-Plan.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Schmallenberg.  Die UWG Schmallenberg formuliert einen umfangreichen 15-Punkte-Plan für mehr Klimaschutz.. Realistische Ziele für die Haushaltsberatungen?

Umwelt und Klimaschutz sind wichtige Anliegen für viele Bürger. Mit einem 15-Punkte-Programm will die UWG dafür sorgen, dass das Thema auch in Schmallenberg stärkere Berücksichtigung findet. Dabei bezieht sie sich auch darauf, dass Schmallenberg Klimakommune ist, ein Titel der verpflichtet. „Dass zusätzlich CO2 eingespart werden kann ist ein positiver Nebeneffekt“. so die UWG. Zum weiteren Vorgehen: „Wir verfahren mit dem Antrag der UWG wie mit allen Faktionsanträgen“, erläutert Kämmerer Burkhard König. „Wir verweisen sie zur Beratung in die Fachausschüsse. In diesem Fall an den Energiebeirat, der einen Beschlussvorschlag erarbeiten soll.“ Dazu passe, so König, dass die Grünen-Faktion vorgeschlagen habe, den Ausschuss in Beirat für Energie und Klima umzubenennen.

Die UWG-Forderungen:

1. Schaffung einer Stelle eines Klimaschutzmanagers oder einer Klimaschutzmanagerin, um konkrete Klimaschutzkonzepte zu entwickeln und zu begleiten sowie Bürger einzubinden. Aufgaben des Klimaschutzmanagements sollen nach den Vorstellungen der UWG sein: Vorbereitung von Klimaschutzzielen, Erstellung und Umsetzung von Klimaschutz-Konzepten, Initiierung und Umsetzung von Maßnahmen, Erfassung und Auswertung relevanter Daten, Betreuung des kommunalen Energiemanagements, Steigerung des Einsatzes erneuerbarer Energien, Kooperation mit relevanten Akteuren, intensive Öffentlichkeitsarbeit.

2. „Grüngärten-Kampagne“: Städtische Grünflächen zum Beispiel die Kreisverkehre sollen mit insektenfreundlichen Blumen und Gräsern bepflanzt werden. Entlang von Wirtschaftswegen könnten Obstbäume gepflanzt werden. Durchführung mit Hilfe des Bauhofes oder Vergabe an Fremdfirmen.

3. Sukzessive Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED: Dabei sollten die Straßen Vorrang haben, bei denen erst in ferner Zukunft Erneuerungsmaßnahmen anstehen. Für die Umstellung sollte ein sich über mehrere Jahre erstreckender Umstellungsplan erstellt werden.

4. Einführung eines Energiemonitorings für alle kommunalen Liegenschaften.

5. Prüfauftrag für städtische Photovoltaikanlage auf Freifläche n, verbunden mit dem Aufbau eines Photovoltaikkatasters für Schmallenberg.

6. Eigene Wasserversorgung für Sauerlandbad: Diese soll verbrauchtes Wasser wieder dem Grundwasserkreislauf zuführen.

7. Umstellung städtischer Heizungen auf klimafreundliche Systeme (Erdwärme, Fernwärme, Gas, Brennstoffzellen etc.). Die Umstellung sollte auch erfolgen, wenn vorhandene Systeme noch nicht voll abgeschrieben sind.

8. Vermeidung von Plastikgeschirr in Kindergärten, Schulen, Verkaufsstellen, Metzgereien usw. Städtische Einrichtungen sollten, so die UWG, mit gutem Beispiel vorangehen, z.B. in Kindergärten und Schulen.

9. Städtisches Förderprogramm für energieeffiziente Altbausanierung

10. Umweltschonende Pflegepläne für den Bauhof erarbeiten und dann freie Personalkapazitäten für umweltrelevante Maßnahmen einsetzen.

11. Kleine Brachflächen aufkaufen und als Naturschutzflächen erhalten.

12. Umweltstandards besser überwachen, zum Beispiel bei Gewässerschutz und Uferbeschaffenheit. Regelmäßig soll die Stadt dafür sorgen, dass die gesetzlichen Umweltstandards laut LWG (Landeswassergesetz) eingehalten werden.

13. Umweltbroschüre für jeden Haushalt erstellen und verteilen.

14. Modell für mehr Wohnraum entwickeln, mit dem alleinstehende Personen mit großen Wohnungen dazu bewegt werden können, in kleinere umzuziehen.

15. Gründung einer eigenen genossenschaftlichen Wohnungsbaugesellschaft, die bei ihren Bauten Klimaschutz als eines ihrer Ziele formuliert und sozialen Wohnraum schafft.

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