Fotografie

Veleda-Höhle in Velmede auch virtuell entdecken

Aus der Tiefe der Veleda-Höhle empor fotografiert. Oben leuchtet als einziges echtes Licht der Ausgang. Über die Pfeile im Bild kann der Teilnehmer des virtuellen Rundgangszur nächsten Ebene gelangen.

Aus der Tiefe der Veleda-Höhle empor fotografiert. Oben leuchtet als einziges echtes Licht der Ausgang. Über die Pfeile im Bild kann der Teilnehmer des virtuellen Rundgangszur nächsten Ebene gelangen.

Foto: Jürgen Bechtloff

Velmede.   Einzigartige Ansichten aus der Veleda-Höhle bietet der Fotograf Jürgen Bechtloff. Mehr als 500 Aufnahmen stecken in seinem 360-Grad-Panorama.

Jedes Detail hat er sichtbar machen können – obwohl es vor Ort eigentlich stockdunkel ist. Jürgen Bechtloff ist schon ein wenig stolz auf seine riesige Fleißarbeit: „So haben selbst Höhlenforscher ihre eigene Höhle noch nicht sehen können.“ Jetzt kann das jeder. Der Eversberger hat von der sagenhaften Veleda-Höhle in Velmede ein 360-Grad-Panorama gezaubert.

Sein Zauberwerkzeug war seine hochauflösende Canon Eos 5 DS-Kamera mit Fernbedienung, montiert auf einem leichten Carbon-Stativ (um nicht zu schwer schleppen zu müssen), dazu seine Lieblingsobjektive, ein Fisheye und ein Superweitwinkel. Einige Gigabyte an Daten hat er in der Höhle gesammelt – und am Ende zu den einzigartigen Bildern zusammengefügt, die einen virtuellen Rundgang möglich machen.

Herausforderung angenommen

Der 56-Jährige, Professor für Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik an der Fachhochschule Südwestfalen in Meschede, fotografiert für sein Leben gern. Seine Spezialität: Panorama-Ansichten. Seine Lieblingsmotive: Romanische Kirchen des Mittelalters, weil sie besondere Orte mit einer besonderen Ausstrahlung sind.

Sein Wissen gibt er auch gerne im Fotokreis Eversberg weiter. Da sprachen ihn zwei andere Fotografen an, Stephan Nüse und Jürgen Adams, die auch Höhlenforscher sind: Ob Panorama-Aufnahmen auch in einer Höhle möglich wären? Bechtloff nahm die Herausforderung an. Er engagiert sich selbst ehrenamtlich zum Beispiel in der Mescheder Bürgerstiftung oder für Markes Haus in Eversberg – da war es für selbstverständlich, die ehrenamtlich tätige Dorfgemeinschaft Velmede-Bestwig mit ihrem Höhlenprojekt auch zu unterstützen.

Hineinzommen in die Aufnahmen

Bechtloff schloss sich für Stunden in seinem Büro ein („Bitte nicht stören!“) und erarbeitete sich eine Technik, wie das klappen könnte. In der Praxis war der Versuch sofort erfolgreich. Mit starkem LED-Licht brachte er die Velmeder Höhlenwände zum Leuchten.

Unterwegs war er auch in den Bereichen, die nicht öffentlich zugänglich sind. Er ist vom Ergebnis wieder fasziniert: „Man kann eine Landschaft so abbilden, wie man sie nicht sieht.“ In die Bilder kann man sogar hineinzoomen. 572 Bilder hat er angefertigt. Eine spezielle Software führte sie hinterher zusammen, ohne dass Überlappungen sichtbar werden.

Anreiz, Höhle selbst zu erkunden

Der virtuelle Rundgang soll Appetit machen, sich vor Ort die Höhle selbst anzuschauen: Denn den Geruch, die zauberhafte Atmosphäre muss man natürlich selbst einmal spüren. Schließlich hat auch Jürgen Bechtloff diese Höhlenerfahrung gemacht: „Man ist dort wie von der Welt entrückt.“

Jürgen Bechtloff hat seine vielen Panoramaansichten auf seiner Homepage unter www.jb-arte.de zusammengestellt. Die 360-Grad-Aufnahmen aus der Veleda-Höhle sind zu sehen unter www.veleda-hoehle.de

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