Verkehr

Vollsperrung: Ungewöhnlicher Vorfall auf L 519 bei Salwey

Mit einer Seilwinde mussten die beiden Lkw aus der aussichtslosen Situation befreit werden. Eigentlich hätten sie sich auf der L519 niemals begegnen dürfen.

Mit einer Seilwinde mussten die beiden Lkw aus der aussichtslosen Situation befreit werden. Eigentlich hätten sie sich auf der L519 niemals begegnen dürfen.

Foto: Frank Selter

Obersalwey.  Ein ungewöhnlicher Vorfall hat für eine Vollsperrung der L519 bei Salwey gesorgt. Eine Begegnung, die es niemals hätte geben dürfen.

Wegen eines Unfalls, der im klassischen Sinne eigentlich keiner war, musste am Donnerstag die Landstraße 519 zwischen Obersalwey und Meinkenbracht stundenlang komplett gesperrt werden. Dort hatten sich gegen 10.30 Uhr zwei Lastwagen ineinander verkeilt.

Ein Vorfall, den es in der Theorie gar nicht hätte geben dürfen. Denn: Die Strecke ist in Richtung Meinkenbracht für den Schwerlastverkehr gesperrt. Dieses Verbot hatte der 62 Jahre alte Fahrer eines voll beladenen 24 Tonners aus Düren allerdings missachtet.

Kollision gerade noch verhindert

In einer Kurve kurz hinter dem Abzweig nach Schliprüthen kam dem 62-Jährigen auf der engen Strecke dann ein 51-jähriger Fahrer mit einem 16-Tonner aus Hannover entgegen. Zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam es glücklicherweise nicht. Beide Fahrer hatten rechtzeitig bremsen können.

Allerdings gab es für beide kein Vor und kein Zurück mehr: Beim Versuch, den leeren 16-Tonner zurückzusetzen schaukelte sich der Hänger auf und rutsche immer weiter in die falsche Richtung, bis am Ende ohne schweres Gerät nichts mehr ging.

Durch die Versuche, sich aus der aussichtslosen Situation zu befreien, hatten sich die beiden Laster so ineinander verkeilt, dass der Truck Service Sundern Losch & Oest anrücken musste. Mit einer Seilwinde musste der 24-Tonner Stück für Stück bergauf gezogen werden, bis am Ende beide Laster wieder frei auf der Strecke standen. Erst gegen 13 Uhr konnte die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden. Verletzt worden ist bei dem Vorfall niemand.

  • Den 62 Jahre alten Lkw-Fahrer, der das Durchfahrt-Verbot in Richtung Meinkenbracht missachtet hat, erwartet nun eine Ordnungswidrigkeits-Anzeige der Polizei.
  • Er hat mit einem Bußgeld von 75 Euro zu rechnen.
  • Den Rest werden die beiden Fahrer beziehungsweise ihre Unternehmen zivilrechtlich klären müssen. Dabei wird es dann darum gehen, wer die Kosten für den Einsatz des Bergungsunternehmens und die Beseitigung des Schadens an den Lastern zu übernehmen hat.
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