ABGAS-MANIPULATIONEN

VW-Skandal: Klage gegen Autohaus aus Meschede

Eine Sonde eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt  hier im Auspuffrohr eines VW Golf. Der Hersteller hatteeingeräumt, dass Abgaswerte von Diesel-Autos manipuliert worden waren.

Foto: Patrick Pleul

Eine Sonde eines Gerätes zur Abgasuntersuchung für Dieselmotoren steckt hier im Auspuffrohr eines VW Golf. Der Hersteller hatteeingeräumt, dass Abgaswerte von Diesel-Autos manipuliert worden waren.

Meschede.   Ein Mescheder klagt wegen des VW-Skandals vor dem Oberlandesgericht gegen ein heimisches Autohaus. Er will einen Neuwagen.

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen betrifft auch ein Autohaus aus Meschede. Es ist von einem Käufer verklagt worden. Er stammt ebenfalls aus Meschede und verlangt als Ersatz ein fabrikneues Fahrzeug mit identischer Ausstattung - ohne die illegale Abschalteinrichtung, die in zahlreichen Wagen des Konzerns verbaut worden war. Damit waren günstigere Abgaswerte vorgetäuscht worden, tatsächlich stießen die Fahrzeuge mehr Stickoxide aus.

Berufung gegen Urteil aus Arnsberg

Der Prozess findet am Montag, 15. Januar, vor dem 17. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm statt. Der Grund für dieses Verfahren ist, dass der Autokäufer Berufung gegen ein vorheriges Urteil des Landgerichts Arnsberg einlegt hat. Dort hatte er teilweise Recht bekommen. Die Richter hatten das Autohaus dazu verurteilt, dem Kunden ein Ersatzfahrzeug zu liefern - allerdings sollte er eine fünfstellige Nutzungsentschädigung für den manipulierten Wagen bezahlen.

19 000 Euro für die Nutzung

Das gelieferte Fahrzeug sei aufgrund der die Abgaswerte manipulierenden Software mangelhaft, so das Landgericht. Deshalb könne der Kläger eine Neulieferung verlangen, müsse dann aber das alte Fahrzeug zurückgeben und etwa 19 000 Euro an das Autohaus für die siebeneinhalbjährige Nutzung bezahlen. Für den VW Passat Variant 2,0 l TDI hatte der Käufer im Juni 2010 einen Preis von 33 500 Euro bezahlt.

In der Berufung vor dem Oberlandesgericht hält er an seiner Forderung fest, ein neues Fahrzeug ohne Nutzungsentschädigung zu erhalten. Das Autohaus plädiert dafür, die Klage abzuweisen.

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