Forst

Waldbauern im HSK nehmen Vermarktung selbst in die Hand

Über eine Genossenschaft verkaufen die Waldbauern ihr Holz künftig selbst.

Über eine Genossenschaft verkaufen die Waldbauern ihr Holz künftig selbst.

Foto: Martina Dinslage

Reiste.   Ab Juli verkaufen die Waldbauern aus der heimischen Region ihr Holz selbst. Sie haben eine Genossenschaft gegründet.

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Die Waldbauern im HSK und im benachbarten Kreis Soest nehmen die Holzvermarktung in die eigenen Hände. Anstatt wie bisher über die Forstämter muss nunmehr das Holz ab dem 1. Juli, 2019 eigenständig verkauft werden.

Um sich zu bündeln und am Markt schlagkräftig unterwegs zu sein, haben heimische Waldbauern gemeinsam mit Soester Waldbauern eine Holzvermarktungsgenossenschaft gegründet. Sie trägt den Namen „Waldbauernholz Sauerland-Hellweg eG“.

Information durch das Vorstandsteam

Das Vorstandsteam um Norbert Gröblinghoff aus Anröchte-Altenmellrich und Martin Wiese-Wagner aus Niedermarpe informierte in der Schützenhalle Reiste rund 200 Waldbauern und ihre Revierförster, wie die neue Holzvermarktung funktionieren wird.

Der neue Geschäftsführer der Holzverkaufsgenossenschaft, Michael Ester, wies darauf hin, dass künftig eigentlich nur der Holzverkaufsdezernent, und damit die Holzvermarktung im Forstamt wegfallen werde. Die Beförsterung soll nach wie vor beim Revierförster bleiben.

3200 Waldbesitzer

Der Waldbauernholz Sauerland-Hellweg eG gehören über ihre Gründungsmitglieder mittlerweile 46 Forstzusammenschlüsse mit insgesamt rund 3200 Waldbesitzern an. Die Waldbesitzer bilden gemeinsam eine private Waldbesitzfläche von mehr als 55.000 Hektar ab. In der Spitze kann die Waldbauernholz Sauerland-Hellweg eG jährlich 210.000 Festmeter Holz an Säger veräußern.

Michael Ester betont, dass insbesondere auch die heimischen Säger von dem Zusammenschluss der privaten Waldbauern profitieren können. „Verlässlichkeit und kurze Wege sowie gewachsene tradierte Geschäftsbeziehungen mit den heimischen Sägern sollen weiterhin gepflegt werden. Bei uns werden nicht nur große Säger, sondern natürlich auch die heimischen Familienbetriebe im Sägewerksbereich verlässlich mit Holz beliefert“, so Michael Ester.

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