Politik

Warum Peer Steinbrück die SPD in Eslohe besucht hat

Hoher Besuch bei der SPD in Eslohe: Peer Steinbrück, Tobias Vielhaber (Fraktionsvorsitzender), Ruth Reintke (Vorsitzende des Ortsvereins), Dirk Wiese, Karl-Arnold Reinartz.

Hoher Besuch bei der SPD in Eslohe: Peer Steinbrück, Tobias Vielhaber (Fraktionsvorsitzender), Ruth Reintke (Vorsitzende des Ortsvereins), Dirk Wiese, Karl-Arnold Reinartz.

Foto: Privat

Eslohe.  Der frühere NRW-Ministerpräsident und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück war jetzt in Eslohe. Sein Besuch hatte einen besonderen Hintergrund.

Der frühere NRW-Ministerpräsident und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat der Esloher SPD persönlich zu einem ganz besonderen Jubiläum gratuliert. Die Sozialdemokraten feierten das 75-jährige Bestehen ihres Ortsvereins. Aus diesem Anlass war nicht nur Steinbrück gekommen, auch der heimische Bundestagsabgeordnete Dirk Wiese stattete den Eslohern einen Besuch ab.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Ruth Reintke, lieferte Karl Arnold Reinartz einen geschichtlichen Rückblick von den frühen Jahren der Sozialdemokratie bis heute. Die SPD hatte es schwer, im katholischen Sauerland Fuß zu fassen. Hier war ein Stammland des Zentrums. Am 22. April 1946 wurde als erster Ortsverein einer politischen Partei in Eslohe der SPD-Ortsverein gegründet. Durch Ausgebombte aus den Zentren und Flüchtlinge aus dem Osten hatte sich die Bevölkerungsstruktur geändert. Aber erst durch die Modernisierung der Partei ab Mitte der 1960er Jahre konnte sich die SPD durch die Gewinnung junger Mitglieder in der breite etablieren.

Nach der Krise geht es langsam wieder bergauf

Nach einer guten Mitglieder- und Wählerentwicklung bis in die 90er-Jahre geriet um die Jahrtausendwende auch die Esloher SPD in eine Krise. Seitdem geht es wieder langsam bergauf. Peer Steinbrück widmete sich in seinem Grußwort auch der aktuellen Bundespolitik und der in Kürze stattfinden Bundestagswahl. Der aktuelle Stimmungsumschwung zeige, „ dass man mit einem vertrauenswürdigen Kandidaten den anderen Parteien das Wasser abtragen kann“, so Steinbrück.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden Inge Hoffmann (40 Jahre), Wolfgang Grosche und Horst Vielhaber (jeweils 50 Jahre) geehrt.

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