Schule

Wenholthausen: Wie es nach dem Erhalt der Schule weitergeht

In der Grundschule Wenholthausen werden weiterhin Kinder unterrichtet. Der Förderverein ist  dankbar dafür, dass der Rat seinen Entscheidungsspielraum genutzt hat.

In der Grundschule Wenholthausen werden weiterhin Kinder unterrichtet. Der Förderverein ist dankbar dafür, dass der Rat seinen Entscheidungsspielraum genutzt hat.

Foto: imago/wolterfoto

Wenholthausen.  Nach dem Beschluss des Esloher Gemeinderates, die Wenholthauser Grundschule zu erhalten, wird man sich im Ort auf dem Erfolg nicht ausruhen.

Nach dem Beschluss des Esloher Gemeinderates, die Wenholthauser Grundschule zu erhalten, herrschte Erleichterung im Ort. Wir haben noch einmal mit Andree Schmidt gesprochen. Er ist Vorsitzender des Fördervereins, dessen Engagement maßgeblich zum Erhalt der Schule beigetragen hat.

Herr Schmidt, wie schwierig und zeitaufwändig war es eigentlich, um an die erforderlichen Absichtserklärungen zu kommen, die letztlich wohl den Ausschlag für die positive Entscheidung in Rat und Ausschuss gegeben haben?

Positiv hat sich die gute Vernetzung der Eltern untereinander ausgewirkt. Der eine wusste dieses, die andere jenes. Man kennt sich teils noch aus dem Kindergarten und der Grundschule, das macht es unkompliziert. In Stunden ist dieser Einsatz aber schwer abzuschätzen.

Wie zuversichtlich sind Sie, dass die Schule nicht nur mittelfristig, sondern sogar langfristig erhalten bleiben kann?

Wir leben in einem Dorf mit vielen aktiven Vereinen. Wie die Initiative zum Schulstandort gezeigt hat, besteht ein guter Zusammenhalt. Wenn wir das Dorf weiterhin lebenswert erhalten und Zuzug möglich ist, bin ich sicher, dass es auch weiterhin genug Kinder für eine Grundschule gibt.

Was hätten Sie gemacht, wenn der Rat anders entschieden hätte?

Das wäre eine bedauerliche Entscheidung gegen schulische Infrastruktur im ländlichen Raum gewesen. Die im aktuellen Schulgesetz definierten Eckpunkte sind eindeutig, wie groß der jeweilige Entscheidungsspielraum des Schulträgers und des Schulamtes dazwischen sind, ist für uns schwer abzuschätzen. Mit gutem Willen scheint es aber einen Spielraum zu geben, dafür sind wir „unseren Politikern“ sehr dankbar! Andernfalls hätten wir situativ entscheiden müssen.

Ganz ehrlich, haben Sie am Abend der Entscheidung daheim eine Flasche Sekt geköpft?

Nein, den vertrage ich nicht, eine Flasche Pils aber schon.

Wie wird es in Wenholthausen nun weitergehen? Sie werde sich ja sicherlich nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

Die positive Entscheidung des Schulträgers ist einer differenzierten Interpretation der Schülerzahlen zu verdanken. Hier sehen wir unsere Aufgabe, diese Zahlen aktuell zu halten und damit den Ratsbeschluss zu stützen. Des Weiteren ist es die Aufgabe des Fördervereins, den Standort für unsere Kinder attraktiv zu erhalten, während der Betreuungsverein die Nachmittagsbetreuung für über 60 Prozent der hiesigen Schüler ausrichtet.

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