Übung

Wenn ein Heißluftballon abstürzt - so rettet das Rote Kreuz

Hier liegt der Heißluftballon am Boden - der Einsatz beginnt.  

Hier liegt der Heißluftballon am Boden - der Einsatz beginnt.  

Foto: Privat

Mehrere Verletzte, ein abgestürzter Heißluftballon: Das DRK Meschede hat dieses Szenario durchgespielt. Beteiligt: vor allem das Jugendrotkreuz.

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Meschede/Velmede. Auf dem Gelände der Abfallwirtschaft Stratmann ist ein Heißluftballon abgestürzt. So lautete die Einsatzmeldung für das Jugendrotkreuz Meschede. Es handele sich dabei allerdings nur um eine Übung im Rahmen der wöchentlichen Gruppenstunde.

DRK und Rettungsdienst hinzugezogen

Gegen 18.15 Uhr bekam das Jugendrotkreuz (JRK) Meschede die Alarmierung zu dem fiktiven Einsatz im Wiemecker Feld bei der Firma Stratmann in Velmede, dort sei ein Heißluftballon abgestürzt. Die genaue Anzahl der verletzten Personen ist zunächst unklar, es wird jedoch von mindestens fünf ausgegangen. Wie auch in der Realität wird bei einem Schadensfall mit einer Vielzahl von verletzten Personen das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Meschede zur Unterstützung des Rettungsdienstes hinzugezogen.

Während sich die Jugendlichen mit mehreren Fahrzeugen, unter anderem einem Einsatzleitwagen, einem Fahrzeug mit Material für bis zu 20 Verletzte und einem Rettungswagen auf dem Weg zum Einsatzort machten, liefen dort die Vorbereitungen der Übung auf Hochtouren.

Als Darsteller zur Verfügung gestellt

Auf dem Firmengelände wurde bereits der Heißluftballon des Stratmann Ballonteams, unter der Leitung des Piloten Bernd Klimmer, vorbereitet. Einige Crewmitglieder des Ballonteams stellten sich als Darsteller für die Jugendlichen zur Verfügung.

Als die 27 Jugendlichen am Einsatzort ankamen, musste sich zunächst die Einsatzleitung in Person von Henning Schmitt mit Hilfe des Zugführers Daniel Droste vom DRK einen Überblick der Situation verschaffen. Dazu wurden die Verletzten gesichtet und in kürzester Zeit nach der Schwere der Verletzungen in Kategorien eingeteilt.

Noch im Ballonkorb

Dabei wurde festgestellt, dass sechs verletzte Personen zu behandeln sind. Eine weitere Schwierigkeit ergab sich darin, dass einige Verletzte noch in dem Ballonkorb waren und daraus befreit werden mussten. Nach einer kurzen Aufteilung kümmerten sich einige Jugendliche direkt um die verletzten Personen. Die Verletzungen reichten von einem Schock bis hin zu schweren Verbrennungen und einer Bewusstlosigkeit.

Gewohnt professionell begaben sich bereits die „Kleinen“ ab acht Jahren an die Behandlung der Patienten. Weitere Jugendliche bauten eine Patientenablage auf, um die Verletzten zentral zu sammeln. Dies ist notwendig um im späteren Verlauf einen reibungslosen Abtransport der betroffenen Personen zu gewährleisten.

Beleuchtung der Einsatzstelle

Außerdem kümmerten sich einige Jugendliche um die Beleuchtung der Einsatzstelle und einige um die Kommunikation mit der Übungsleitstelle. Im Laufe der Übung wurden die Verletzten mit dem Rettungswagen von der Einsatzstelle abtransportiert.

Während der Übung bekam der Einsatzleiter die Information, dass eine Person während des Absturzes aus dem Ballonkorb gesprungen sei. Daraufhin wurden mehrere Suchtrupps gebildet um die Person zu finden. Nach einiger Zeit wurde dann nahe der Absturzstelle eine weitere verletzte Person gefunden, die ebenfalls schnell behandelt und vom Rettungswagen abtransportiert wurde. Das Übungsende wurde gegen 20 Uhr bekanntgegeben. Danach fuhren alle Beteiligten in das DRK-Zentrum, um die Übung gemeinsam nach zu besprechen, zu essen und den Abend ausklingen zu lassen.

>>> Weiter Informationen

Ein ganz besonderer Dank des Jugendrotkreuz Meschede gilt dem Stratmann Ballonteam unter der Leitung von Bernd Klimmer für die Bereitstellung des Ballons und das Schauspielern bei der Übung.

Des Weiteren gilt ein besonderer Dank der S tratmann Abfallwirtschaft GmbH für die Genehmigung, deren Firmengelände für diese Übung zu nutzen.

Zahlreiche Fotos wurden von Susanne und Stefan Droste gemacht, ebenfalls dafür möchte sich das Jugendrotkreuz bedanken.

Das Jugendrotkreuz Meschede besteht aus drei Gruppen mit Mitgliedern im Alter von 8 bis 18 Jahren. Jeden Mittwoch findet die Gruppenstunde von 18 bis 19.30 Uhr in der Kolpingstraße 11 statt. Das DRK, in dem die Erwachsenen tätig sind, trifft sich immer dienstags ab 19 Uhr bis ca. 21 Uhr. Interessierte sind eingeladen sich mal einen Übungsabend anzuschauen, da die Treffpunkte des DRK variieren, ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Kreisgeschäftsstelle, , empfehlenswert.

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