Blindenaltenheim

„Zeit etwas Neues zu wagen“

Blindenaltenheim Meschede, Luftbild von Meschede

Blindenaltenheim Meschede, Luftbild von Meschede

Foto: www.blossey.eu

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Meschede. Johannes Stienen, Leiter des Seniorenzentrums Blickpunkt Meschede, verlässt das Haus zum Januar 2014. Stienen leitet das ehemalige Blindenaltenheim Meschede seit Juli 1993. Er wechselt zum neuen Jahr in die Selbstständigkeit. Seit 2001 ist er zusätzlich qualifiziert als Supervisor DGSv, Business-Coach, Mediator und Organisationsberater.

Er sei dankbar für die Zeit und könne die zwei Jahrzehnte Erfahrung als Kompetenz-Guthaben verbuchen, sagt er. Für ihn sei es an der Zeit noch mal etwas Neues zu wagen. Der 48-Jährige schmunzelt: „Manch einer hat nach 20 Jahren Führungsverantwortung das Rentenalter erreicht.“

Der Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen bedauert die Entscheidung Stienens. Auch die Mitarbeiter, Bewohner und deren Angehörige sind traurig. Jetzt wird rechtzeitig eine vergleichbar engagierte und fachlich versierte Nachfolge gesucht. Alle sind sich einig, dass der respektvolle Geist des Hauses ein Markenzeichen bleiben soll.

Stienens Weggang fällt in die Zeit großer Umbaumaßnahmen bei laufendem Betrieb. Stienen: „Das Haus wird komplett saniert. Am Ende wird kein Stein mehr auf dem anderen stehen.“

Das Seniorenzentrum Blickpunkt Meschede beendet im November den zweiten Bauabschnitt. Die nächsten 28 Bewohner können dann umziehen. Das Deutsche Hilfswerk fördert die Baumaßnahme der 80 Heimplätze mit 300.000 Euro aus Mitteln der ARD-Fernsehlotterie „Ein Platz an der Sonne“. Insgesamt investiert der „Blinden- und Sehbehindertenverein Westfalen“ acht Millionen Euro.

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