Auktion

Zoll-Auktionen: Was die Stadt Schmallenberg versteigert

Fotos vom verkauften Feuerwehrfahrzeug aus Schmallenberg

Fotos vom verkauften Feuerwehrfahrzeug aus Schmallenberg

Foto: Stadt

Schmallenberg.  Die Stadt bekommt noch 7605 Euro für ein Feuerwehrfahrzeug. Was sonst noch verkauft wird und warum es keine Auktionen im Rathaus gibt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Auktion ist beendet: 7.605 Euro hat die Stadt Schmallenberg noch für ein altes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) der Feuerwehr bekommen. Insgesamt 2232 wurde die Auktion angesehen, 26 Gebote wurden abgegeben. Das Fahrzeug, ein Mercedes-Benz 310, ist ausrangiert, vom Straßenverkehr abgemeldet und wurde ohne feuerwehrtechnische Beladung angeboten. Zuletzt hatte die Stadt Meschede ebenfalls ein ähnliches Fahrzeug bei einer Internet-Auktion verkauft. Der Zuschlag erfolgte für 8800 Euro. Berthold Vogt, Leiter des Ordnungsamtes Schmallenberg, erklärt im Interview, wie die Stadt bei solchen Auktionen vorgeht, warum über eine Zoll-Auktion im Internet versteigert wird - und welche Sachen die Stadt dort anbietet.

Ist es das erste Mal, dass die Stadt Schmallenberg etwas über eine Zoll-Auktion versteigert?

Bertholdt Vogt: Nein, wir haben bereits mehrere ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge dort versteigert, die hier nicht mehr genutzt wurden.

Seit wann verkauft die Stadt bei den Auktionen?

Die ersten Fahrzeuge, zwei Löschfahrzeuge und den alten Einsatzleitwagen, haben wir bereits im Jahr 2013 über zoll-auktion.de verkauft. Im Jahr darauf folgten der TSF aus Westernbödefeld und Fleckenberg sowie das Löschfahrzeug aus Grafschaft und die alte Drehleiter aus Bad Fredeburg.

Verkaufen Sie dort nur ausrangierte Feuerwehrfahrzeuge?

Nein. Wir haben dort auch schon zwei ausgediente Bürgerbus-Fahrzeuge versteigert, das erste im Jahr 2016 und das zweite 2018. Nachdem er nicht mehr in seiner Funktion unterwegs war, hatte die Feuerwehr den Wagen noch für ein paar Jahre. Mit der steigenden Kilometerzahl wurde dann ein Verkauf nötig.

Und warum über eine Internet-Plattform vom Zoll? Es gibt doch auch andere Wege...

Es handelt sich dabei um ein von Behörden anerkanntes Portal, das überwiegend von Kommunen, Städten Ländern und Gemeinden zur Versteigerung verschiedener Dinge genutzt wird.

Außerdem gibt es vor und während der Auktion eine Kontrollinstanz.

So wird beispielsweise beim Einstellen des Fahrzeugs kontrolliert, ob genügend Informationen bereitgestellt werden. Der Zoll schaut zuerst drüber, dann wird die Auktion erst freigegeben.

Für das alte Tragkraftspritzenfahrzeug haben sie nach insgesamt 26 Geboten noch 7.605 Euro bekommen. Ist das ein guter Preis?

Uns ist wichtig, dass wir zumindest den Restwert des Fahrzeugs bekommen. Nach oben sind die Gebote dann ja offen.

Der Listenpreis wird demnach beim Start der Auktion als Startgebot eingetragen. Diesen Restwert lassen wir natürlich vorab von Fachunternehmen schätzen.

Schmuck, Elektronik, Fahrräder und Co. werden dort auf der Seite auch angeboten - warum von der Stadt Schmallenberg nicht?

Man könnte natürlich Ringe oder übrig gebliebene Fundsachen aus dem Fundbüro dort einstellen. Damit ist aber auch ein gewisser Aufwand verbunden.

In anderen, größeren Städten werden beispielsweise sogar Auktionen im Rathaus durchgeführt. Das würde sich hier aber nicht lohnen. Übrige Fundsachen werden deswegen oft karitativen Zwecken zugeführt und gespendet.

Und wie läuft es dann mit der Abholung des Fahrzeugs?

Der Höchstbieter kann das Fahrzeug jetzt hier in Schmallenberg abholen. Aus der Erfahrung der vergangenen Jahre können wir sagen, dass die Höchstbieter dann entweder bar vor Ort bezahlen, oder eine Vorabüberweisung vorgenommen haben. Vor Ort wird dann ein Kaufvertrag geschlossen und dann kann das Fahrzeug mitgenommen werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben