Stadtjubiläum Schmallenberg

Zu Fuß durch die Jahrhunderte von Schmallenberg

Ina Scharrenbach übergibt in Schmallenberg die Förderbescheide für zwei Projekte zum Stadtjubiläum vor dem „Smalen Haus“. Die Organisatoren freuen sich schon auf die große Veranstaltung.

Ina Scharrenbach übergibt in Schmallenberg die Förderbescheide für zwei Projekte zum Stadtjubiläum vor dem „Smalen Haus“. Die Organisatoren freuen sich schon auf die große Veranstaltung.

Foto: Foto: Laura Handke

Schmallenberg.  Das Heimatministerium fördert zwei Projekte zum Stadtjubiläum mit 22.500 Euro. Die Stadt muss sammeln, um das volle Fördervolumen zu nutzen.

Es werden Kreuzzüge geführt, Mainz wird zur freien Stadt, in Dortmund beginnt der Rathausbau, Schmallenberg wird erstmal als Stadt urkundlich erwähnt: Das Jahr 1244 - oder vor 775 Jahren.


Im September feiert Schmallenberg großes Stadtjubiläum mit einem historischen Markt. Aktionen, Vorführungen, Bühnenprogramm, zahlreiche Stände, eine Besucherausgrabung, eine Nachstellung des Verlaufs der ehemaligen Stadtmauer mit Balloninstallationen: „Man wird in Schmallenberg wortwörtlich durch die Jahrhunderte gehen können“, sagt Bürgermeister Bernhard Halbe dazu. Anlässlich der großen Feier kam jetzt auch Ministerin Ina Scharrenbach nach Schmallenberg – denn zwei Projekte werden vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem „Heimat-Fonds“ mit 22.500 Euro gefördert.

Stadt muss Geld sammeln

„In Schmallenberg verbindet sich Tradition mit Moderne. Deshalb unterstützen wir die Projekte einer theaterunterstützten Lichtinstallation sowie die Uraufführung von kleinen Theaterstücken zur Geschichte der Stadt“, so die Ministerin. Aber bis dahin ist noch viel zu tun. Denn: Für jeden Euro, den das Ministerium dazugibt, muss auch die Stadt einen Euro dazugeben - macht 22.500 Euro, wenn die Stadt die volle Förderung nutzen will.

„Eigentlich läuft das andersherum“, sagt Scharrenbach und lacht. „Für uns ist das in dieser Form ein Novum.“ Das ist es auch für die Schmallenberger: „Eine ganz moderne Form. Aber wir sind sicher, dass wir das schaffen können. Auch die Bürger und Unternehmen sind jetzt gefragt“, so Halbe.

Lichtshow auf Gebäudefassade

Zur Geschichte der Stadt soll es eine Uraufführung und Videodokumentation einer theaterunterstützten Lichtshow auf einer historischen Gebäudefassade geben. „Damit wollen wir zeigen, dass wir nicht im Altertum erstarrt, sondern eine moderne Stadt sind“, erklärt der Bürgermeister. „Beispielsweise könnte man den Stadtbrand von 1822 nachstellen“, sagt Nicole Mette dazu.

Sie ist mit Ramona Plett verantwortlich für die Planungen.

„Die Vorstellung soll zwischen fünf und sieben Minuten dauern. Aktuell werden noch Motive für die Show zusammengestellt. Es wird auch etwas vertont.“

Geschichte erlebbar machen

Das zweite Projekt ist die textliche Erarbeitung und Uraufführung von kleinen Theaterstücken. Sie sollen einen Einblick in die Geschichte der Stadt geben. Gezeigt werden sie auf der Bühne auf dem Kirchplatz - dem zentralen Punkt des großen Stadtjubiläums.

„Wir haben uns in diesem Jahr gegen den Schützenplatz entschieden, um dem ganzen eine besondere und einmalige Note zu geben“, so der Bürgermeister.

Die beiden Projekte soll die Geschichte von Schmallenberg erlebbar machen - genau wie der Historische Markt. Zentrale Elemente des Marktgeschehens sind „Zeitreise und Heimat“. So werden für Schmallenberg wichtige Themen wie Textilgeschichte, Landwirtschaft, Mobilität oder Handwerk an Ständen aufgegriffen. „Die Projekte und das Engagement haben einfach überzeugt. Auf die nächsten 775 Jahre“, fasst Ina Scharrenbach zusammen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben