AfD Kreis Wesel

AfD im Kreis Wesel bekommt Absagen in Moers und Rheinberg

Dr. Renatus Rieger, Vorsitzender der AfD im Kreis Wesel.

Dr. Renatus Rieger, Vorsitzender der AfD im Kreis Wesel.

Foto: Privat

Moers/Rheinberg.  Offenbar will die AfD im Kreis Wesel ihre Kandidatenkür für die Kommunalwahl durchführen. In Moers sorgt sich ein Unternehmen ums Image.

Die Alternative für Deutschland (AfD) sucht zurzeit nach einer Möglichkeit, ihre Kandidatenkür für die Kommunalwahl am 13. September 2020 durchführen zu können. In Moers und Rheinberg gab es jetzt Absagen.

Wie eine Sprecherin des Dienstleisters Enni am Dienstag auf NRZ-Anfrage bestätigte, lag dem Unternehmen eine Anfrage der AfD Kreis Wesel für eine Veranstaltung in der Eventhalle vor. Man habe die Anfrage jedoch abgelehnt, weil man andernfalls einen Imageschaden für das Unternehmen befürchtet habe.

Zuerst ein positives Signal aus Rheinberg

In Rheinberg hat die AfD angefragt, eine Veranstaltung in der Stadthalle durchzuführen. Dort habe es zuerst das Signal gegeben, dass die Halle zum gewünschten Zeitpunkt am kommenden Sonntag frei sei, wie Bürgermeister Frank Tatzel ebenfalls auf NRZ-Anfrage sagte.

Nach eingehender Prüfung, auch vor dem Hintergrund der Corona-Regelungen, durch das Stadtteilmanagement sei man jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die Stadthalle für solche Veranstaltungen nicht zur Verfügung gestellt werden könne.

Tatzel: „Das gilt übrigens auch für Kreistagsfraktionen, die ihre Wahlversammlungen hier abhalten wollten. Sie kommen auch nicht zum Zug.“ Zurzeit sind in der Stadthalle Rheinberg laut Tatzel nur Veranstaltungen möglich, die dringend erforderlich seien. Dazu zählten Rats- und Ausschusssitzungen oder Aufstellungsveranstaltungen für ortsansässige Parteien.

Wo die AfD im Kreis Wesel ihre Wahlversammlung abhalten will, ist zurzeit unklar. Der Kreisverband teilte mit, er sei nach den Absagen weiter auf der Suche nach einem Veranstaltungsort. Man sei äußerst irritiert über die Vorgehensweise.

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