Senioren

Aktive Senioren entern den Campus Kamp-Lintfort

Karin Ollefs-Bringsken zeigt, wie das Don-Bosco-Haus das Leben bunt macht.

Karin Ollefs-Bringsken zeigt, wie das Don-Bosco-Haus das Leben bunt macht.

Foto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Aktionsmeile „Aktiv und gesund älter werden“ präsentiert sich erstmals auf dem Gelände der Hochschule. Das kommt hervorragend an.

Anderer Zeitpunkt, neuer Veranstaltungsort, mehr Aussteller: Die Aktionsmeile „Aktiv und gesund älter werden in Kamp-Lintfort“ war in diesem Jahr von einigen Veränderungen geprägt – und die haben sich ausgezahlt.

Das Quartiersbüro Mitte präsentierte zusammen mit dem Kreissportbund Wesel die dritte Aktionsmeile für Senioren. Dieses Mal auf dem Gelände der Hochschule Rhein-Waal. „Das Josef-Jeurgens-Haus ist zu klein geworden, auch weil wir die Akteure aus der gesamten Stadt und nicht nur aus der Stadtmitte eingeladen haben“, erklärt Quartiersentwicklerin Eva Dregger. „Wir haben uns erstmals auch zeitlich vom Stadtfest getrennt, weil wir gemerkt haben, dass unsere Zielgruppe eine andere ist“, so Dregger weiter.

Warum es wichtig ist, sich früh mit dem Alter zu beschäftigen

Also bevölkerten aktive Senioren und die, die es einmal werden wollen, am Samstag das Campusgelände. Einrichtungen, Vereine und Begegnungsstätten aus Kamp-Lintfort und naher Umgebung haben sich und ihre Angebote vorgestellt. Sie alle verfolgten dabei ein gemeinsames Ziel: Die ältere Bevölkerung fürs Thema aktiv älter werden zu sensibilisieren.

„Es ist sehr wichtig sich früh mit dem Thema zu beschäftigen. Viele setzten sich damit erst auseinander, wenn es einen Pflegefall in der Familie gibt“, sagt Dregger. Es waren aber nicht nur Pflegeeinrichtungen, sondern genauso auch Sportgruppen oder Nähtreffs, die sich vorgestellt haben.

Karin Ollefs-Bringsken präsentierte das Kursangebot des Don-Bosco-Hauses. Sie war zum ersten Mal bei der Aktionsmeile dabei. „Das Angebot ist sehr gut. Das sollte jeder betagtere Mensch in Anspruch nehmen, um das Leben im Alter ein bisschen einfacher und schöner zu machen“, findet die Leiterin der Begegnungsstätte.

Während sich 2018 knapp 20 Einrichtungen und Vereine präsentierten, waren es in diesem Jahr doppelt so viele. Mit dabei waren auch das Caritas-Seniorenbüro, der Blinden- und Sehbehindertenverein Moers oder die Praxis für Sprachtherapie von Angelika Schindler. Ines Ronnes und Ann-Christin Lübbering informierten über Hilfsmittel bei Schluckbeschwerden. Ihnen gefiel der neue Veranstaltungsort. „Es ist größer, heller und viel einladender. Auch vom Aufbau her herrscht mehr Struktur“, sagt Ronnes.

Den Tag über gab es Livemusik von der Musikschule, Kaffee, Kuchen und Suppe. Die Hochschule lud zum Verweilen an. Es war eine ganz ungezwungene Atmosphäre. „Hier müssten eigentlich alle Senioren vorbeischauen. Man kann in Kamp-Lintfort gar keine Langeweile bekommen, bei so vielen Aktionen“, stellt eine Dame fest.

Wer sich noch gar nicht alt fühlt, konnte am Samstag trotzdem alt werden: Die Besucher hatten die Möglichkeit, in einen Alterssimulationsanzug zu schlüpfen und sich so gleich mehrere Jahrzehnte älter zu fühlen. Auch das wurde neugierig ausprobiert, genauso wie der Blutzuckerschnelltest. „Die Uni ist ideal. Sie ist zentral gelegen und die Räume sind super“, sagt Eva Dreggers. Sie könnte sich vorstellen, die vierte Aktionsmeile im kommenden Jahr dort wieder zu organisieren.

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