Musik

Ausnahmetalente stellten sich in Moers vor

Das Niederrheinische Kammerorchester hatte zum Weihnachtskonzert geladen und viele Zuhörer kamen an zwei Tagen ins Martinstift.

Das Niederrheinische Kammerorchester hatte zum Weihnachtskonzert geladen und viele Zuhörer kamen an zwei Tagen ins Martinstift.

Foto: FUNKE Foto Services

Moers.   Mit einem Doppelkonzert von Antonio Vivaldi stellte das NKM diesmal zwei ganz junge Solisten vor: Medea Jötten und Luis Erpenbach.

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Unter den zur Zeit zahlreich stattfindenden Weihnachtskonzerten ist das des Niederrheinischen Kammerorchesters Moers (NKM) immer etwas Besonderes. Zum einen, weil hier auch Stücke weniger bekannter Komponisten zu hören sind. Zum anderen, weil es dabei oft die Gelegenheit gibt, neue Talente zu entdecken.

Preisgekrönt

So auch dieses Mal: Am Samstag und Sonntag standen im Martinstift neben Händel und Vivaldi ebenfalls Orchesterstücke, Suiten und Arien von Giovanni Battista Pergolesi und des englischen Barockkomponisten Henry Purcell auf dem Programm. Mit einem Doppelkonzert von Antonio Vivaldi stellte das NKM diesmal zwei ganz junge Solisten vor: Medea Jötten und Luis Erpenbach sind Schüler von Ludmilla Chramkova, die an der Moerser Musikschule unterrichtet und zugleich Konzertmeisterin des NKM ist.

Beide sind gerade erst neun und zehn Jahre alt, haben aber schon mehrfach bei Wettbewerben von „Jugend musiziert“, sowohl als Solisten wie auch im Ensemble, Preise gewonnen: „Wir haben sicher eine ganze Reihe begabter Schüler in unseren Reihen, doch die beiden sind Ausnahmetalente“, erklärt Musikschuldirektor Georg Kresimon, der immerhin die Auswahl aus rund 2 500 Schülern hat. Die beiden hatten einen Auftritt, der zweifellos zu den Höhepunkten beider Konzerte zählte.

Ein weiteres „Highlight“ bot dann im zweiten Teil die ebenfalls noch junge Sopranistin Charlotte Schäfer, die sich mit Arien von Purcell und Georg Friedrich Händel als Meisterin des lyrischen Koloraturfachs erwies. Das Samstagskonzert wurde von Sabine Koeser dirigiert, am Sonntag übernahm wieder Michael Preiser die musikalische Leitung: „Das NKM ist ein reines Amateur-Streichorchester von etwa 30 Musikern, die sich ein Mal pro Woche donnerstags zum Üben treffen. Es kann inzwischen auf ein über 40-jähriges Bestehen zurückblicken“, berichtet Ute Schuster als Vorsitzende stolz.

Das Ergebnis seien in der Regel drei Konzerte im Jahr, darunter das Weihnachtskonzert. Amateurhaft hörte sich das jedoch nicht an. Das Publikum im fast bis auf den letzten Platz besetzten Konzertsaal war jedenfalls begeistert. Mit einem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied fand das Konzert einen ebenso schönen wie angemessenen Ausklang.

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