Pandemie

Kreis Wesel schließt die ambulanten Corona-Abstrichzentren

Das Foto vom 19. März 2020 zeigt Dr. Michael Weyer, der Proben im mobilen Corona-Abstrichzentrum in Dinslaken, nahm.

Das Foto vom 19. März 2020 zeigt Dr. Michael Weyer, der Proben im mobilen Corona-Abstrichzentrum in Dinslaken, nahm.

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services (Archiv)

Kreis Wesel.  Zum 28. Juni schließt der Kreis Wesel die Abstrichzentren in Dinslaken, Schermbeck und Xanten. Stattdessen wird es zwei neue Teststellen geben.

Der Kreis Wesel schließt zum Ende der Woche, Sonntag, 28. Juni, die ambulanten Corona-Abstrichzentren. Wie die Behörde nun mitteilt, werde die Teststrategie in der Corona-Pandemie zum Monatsende an die neuen gesetzlichen Vorgaben und Handlungsempfehlungen des Landesgesundheitsministeriums angepasst.

Angesichts der konstant niedrigen Infektionszahlen im Kreis Wesel und der deutlich rückläufigen Zahl von Menschen, die sich mit Symptomen bei den niedergelassenen Ärzten melden, habe der Krisenstab des Kreises Wesel entschieden, sich aus den ambulanten Corona-Abstrichen zurückziehen. Die Corona-Abstriche würden zukünftig in Absprache mit der Kassenärztlichen Vereinigung wieder von den Hausärzten unmittelbar durchgeführt.

Testzentrum in Xanten und Abstrichzentren in Dinslaken und Schermbeck werden geschlossen

Neben dem Testzentrum in Xanten werden zu Montag, 29. Juni 2020, auch die vom Kreis Wesel und zum Teil mit Unterstützung von niedergelassenen Ärzten betriebenen Abstrichzentren in Dinslaken und Schermbeck geschlossen. Mit dem 28. Juni endet damit auch die Beauftragung des Screeningzentrums des Bethanien-Krankenhauses in Moers mit der Durchführung von Abstrichen auf der Basis von Laborüberweisungen niedergelassener Ärzte durch den Kreis Wesel.

Landrat Ansgar Müller sagt: „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, den Mitarbeitenden des Bethanien Krankenhauses, den abgestellten Ärzten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und den unterstützenden niedergelassenen Ärzten für die bisherige professionelle Arbeit in den Abstricheinrichtungen im Namen des Kreises Wesel zu danken.“ Die Weseler Kreisverwaltung, so der Landrat weiter, konzentriert sich zukünftig auf ihre Kernaufgaben in der Erkennung und gegebenenfalls Kontrolle von lokalen Ausbrüchen in der Corona-Pandemie. Zusätzlich werde auch der Routinebetrieb verstärkt wieder aufgenommen, um pandemiebedingte Rückstände aufzuholen.

Zwei Corona-Teststellen wird es weiterhin geben

„Es wird auch weiterhin linksrheinisch in Rheinberg und rechtsrheinisch in Dinslaken eine Corona-Teststelle geben, die der Kreis in Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz selbst betreibt“, sagt Landrat Müller. „Dort können im Bedarfsfall zeitnah gesetzlich vorgesehene Reihentestungen auch in großer Zahl erfolgen.“ Zusätzlich stehen mobile Teams zur Verfügung, die vor Ort Testungen durchführen können.

Dies könne zum Beispiel der Fall sein, wenn sich nach einem auffälligen Befund die Notwendigkeit ergibt, auch symptomfreie Personen zu testen, um einen Ausbruch durch frühe Risikoerkennung, Kontaktnachverfolgung und begleitende Quarantänemaßnahmen zu verhindern. „Ich bin dankbar, die erfolgreiche und zielführende Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Roten Kreuz und dem Kreis Wesel fortsetzen zu können“, so Landrat Müller. „Zur Bewältigung der Corona-Pandemie sind verlässliche Partner wichtiger denn je.“

Das sind die Informationen zu den neuen Testzentren

Beide neuen Testzentren starten am Montag, 29. Juni 2020.

>> Rechtsrheinisch: Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Dinslaken, Heinrich-Nottebaum-Straße 24, in Dinslaken. Besetzt: Dienstag und Freitag, 9 bis 12 Uhr

>> Linksrheinisch: Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Rheinberg, Melkweg 3a, in Rheinberg. Besetzt: Montag und Donnerstag, 9 bis 12 Uhr.

Wie der Kreis Wesel erklärt, ist der erste Ansprechpartner für Bürger jedoch der eigene Hausarzt. Man solle diesen zunächst telefonisch kontaktieren und so die weiteren Schritte abklären.

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