Flutkatastrophe

Moers und Umgebung: Viele wollen Flutopfern weiter helfen

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Auch in Hohenlimburg hat es viele Menschen hart getroffen.

Auch in Hohenlimburg hat es viele Menschen hart getroffen.

Foto: Marcel Krombusch / WP Hagen

Am Niederrhein.  Über eine Woche nach der Flutkatastrophe ist die Solidarität mit den Opfern groß. Auch in Moers und Umgebung wird weiter gesammelt.

Die Welle der Hilfsbereitschaft für die Flutopfer reißt am Niederrhein nicht ab.

So haben zum Beispiel die Mitarbeitenden des Impfzentrums Wesel ihre „Kaffeekasse“ aufgelöst und dem Rhein-Erft-Kreis sowie dem Kreis Euskirchen jeweils 5000 Euro gespendet, um die Menschen vor Ort zu unterstützen. Landrat Ingo Brohl: „Es ist ein starkes Zeichen der Solidarität, dass die Mitarbeitenden des Impfzentrums diese Gelder spenden, die sie als Dankeschön für ihren eigenen Einsatz beim Impfgeschehen von den Geimpften erhalten haben. Ich danke den Mitarbeitenden des Impfzentrums daher ganz herzlich für die großzügige Spende und die damit verbundene Geste. Unsere Gedanken im Kreis Wesel sind bei den Menschen in den betroffenen Gebieten.“

Auch die Caritasverbände sammeln Spenden und organisieren Hilfe. „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und dem Engagement der Menschen.“, sagt Brunhild Demmer vom Vorstand des Caritasverbands Moers-Xanten.

Um die Hilfen optimal koordinieren zu können und die Menschen vor Ort sinnvoll zu unterstützen, haben sich die Caritasverbände mit den betroffenen Verbänden in den Katastrophengebieten eng abgestimmt. Die Bitte war hier, sich vorrangig um Geldspenden zu bemühen, um vor Ort erforderliche Dinge anstoßen zu können, die nicht über die Sachspenden aus der Akuthilfe gedeckt sind. Nach der Akuthilfe müsse nun die Aufräum- und Trocknungsarbeiten erfolgen und für die Menschen, deren Wohnräume langfristig unbewohnt bleiben, neuer Wohnraum gefunden werden.

Danach werde erneut geschaut, welcher Bedarf sich an Sachmitteln über die bereits gespendeten Dinge hinaus ergebe, heißt es bei der Caritas.

Im Kirchenkreis Moers bittet Synodalassessor Matthias Immer in Vertretung von Superintendent Wolfram Syben die Gemeinden darum, die Menschen, die durch die Unwetter verletzt wurden, Angehörige vermissen oder gar verloren haben und vor dem zerstörten Hab und Gut stehen, in ihre Fürbitten aufzunehmen. Zudem bittet er, in den Gottesdiensten Spenden zu sammeln. Zum Gedenken an die Betroffenen sollen im Bistum Münster am heutigen Freitag, 23. Juli, um 18 Uhr die Kirchenglocken läuten.

Eine ganz besondere und spontane Aktion plant der Marine Spielmannszug Blau-Weiß Schaephuysen. Die Musiker ziehen am heutigen Freitagabend ab 19.30 Uhr musizierend durch Schaephuysen und sammeln Geld für die Opfer der Flutkatastrophe.

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