Prozess

Moerser soll Drogen an Minderjährige verkauft haben

Die Außenstelle des Landgerichts Kleve befindet sich Amtsgericht Moers.

Die Außenstelle des Landgerichts Kleve befindet sich Amtsgericht Moers.

Foto: Hans Blossey

Moers.  Ein 41-jähriger Moerser muss sich vor Gericht verantworten, weil er Drogen an Minderjährige verkauft haben soll. Derzeit sitzt er in U-Haft.

Ein 41-jähriger Mann aus Moers muss sich seit Donnerstag in der Moerser Außenstelle des Landgerichts Kleve verantworten. Er soll Drogen an Minderjährige verkauft haben. Konkret wird ihm „bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und (gewerbsmäßige) Abgabe von Betäubungsmitteln an Minderjährige“ vorgeworfen.

Zum Sachverhalt: Als die Polizei am 16. April dieses Jahres die Wohnung des Mannes in Meerbeck durchsucht, findet sie nicht nur Amphetamine, Kokain und Ecstasy, eine Feinwaage und 200 Tütchen mit Druckverschluss. Die Beamten stoßen auch auf eine geladene Schusswaffe. Über mehrere Monate, so lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll der Moerser aus seiner Wohnung heraus mit Drogen gehandelt haben.

Der Prozess wird fortgesetzt

Insgesamt sind 23 Fälle bekannt. In vielen dieser Fälle soll der Mann die Drogen an Minderjährige verkauft haben. Gegen zwei dieser Minderjährigen wird laut Staatsanwaltschaft gesondert ermittelt.

Der Angeklagte räumte beim Prozess am Donnerstag die ihm vorgeworfenen Taten ein. Sein Anwalt erklärte, sein Mandant habe zwar nicht immer erkennen können, ob es sich bei den Kunden um Minderjährige handelte, aber es sei ihm durchaus bewusst gewesen.

Der mehrfach vorbestrafte Angeklagte hat selbst intensive Erfahrungen mit Drogen. Er habe bereits „in jungen Jahren“ mit dem Kiffen begonnen, zuletzt habe er nahezu regelmäßig Marihuana und Alkohol konsumiert. Seit er in Untersuchungshaft sitze, nehme er jedoch keine Drogen mehr.

Der Prozess ist am ersten Verhandlungstag noch nicht beendet worden. Wie ein Sprecher des Landgerichts sagte, sind derzeit insgesamt zwei Fortsetzungstermine im Oktober und im November eingeplant. Beim ersten Folgetermin sollen demnach unter anderem Polizeibeamte vernommen werden. (alf/sovo)

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