Vluyner Nordring

Schrott-Immobilien in Neukirchen-Vluyn: Der Ton wird rauer

SPD und Bürgermeister streiten in Neukirchen-Vluyn über den richtigen Kurs beim Thema Schrott-Immobilien.

SPD und Bürgermeister streiten in Neukirchen-Vluyn über den richtigen Kurs beim Thema Schrott-Immobilien.

Foto: Volker Herold / FUNKE Foto Services

Neukirchen-Vluyn.  Die SPD Neukirchen-Vluyn hat den Bürgermeister heftig attackiert. Der weist die Kritik von sich. Nun gibt es die nächste verbale Rangelei.

Der Streit um die Schrott-Immobilien am Vluyner Nordring geht in die nächste Runde. Nachdem Bürgermeister Harald Lenßen die harsche Kritik der SPD an seiner diesbezüglichen Arbeit ebenso vehement zurückgewiesen und den Sozialdemokraten seinerseits vorgeworfen hat, keine zielführenden Vorschläge unterbreitet zu haben, schlägt nunmehr die SPD im sozialen Netzwerk Facebook zurück.

In seinem dort geposteten Beitrag bezieht sich der frühere Ratsherr Gerd Lück auf die Aussage Lenßens, die SPD lüge, wenn sie behaupte, er habe ein Übernahmeangebot der Eigentümer an die Stadt abgelehnt. „Ob er sich jetzt wieder erinnert und den Vorwurf der Lüge zurücknimmt?“, heißt es dort, angehängt ist eine Pressemitteilung der Stadt von Anfang September 2015. Überschrift: „Angebot für Zwischenerwerb des Hochhauses am Vluyner Nordring liegt vor.“

Im folgenden ist in der besagten Mitteilung ausgeführt, wie der damalige Sanierungsstand der Gebäude durch die Peach Property Group ist, der Bürgermeister wird unter anderem zitiert mit der Aussage, er habe den Eigentümer des Hochhauses gebeten, ein Kaufangebot vorzulegen, damit die Stadt den Zwischenerwerb prüfen könne. Das Kaufangebot wird in dem damaligen Schreiben mit 160.000 Euro zuzüglich Nebenkosten dargestellt.

Über den Vorgang auf Facebook zeigt sich der Bürgermeister auf NRZ-Nachfrage wenig überrascht, Er habe damit gerechnet, sagt er. Man habe seinerzeit über einen Zwischenerwerb gesprochen: „Ich bin aktiv geworden“, sagt Lenßen über die damaligen Gespräche. „Es gab kein Übernahmeangebot, das ich annehmen konnte“, wiederholt der Bürgermeister, der die Aussagen über die Verhandlungen somit anders definiert als es die SPD offensichtlich tut .

Wenn es ein Übernahmeangebot gegeben hätte, so hätte er es nach einer Beschlussfassung durch den Rat angenommen. Allerdings sei wenige Wochen später die Gesellschaft verkauft worden, der das ausparzellierte Hochhaus gehört. Bekannt wurde der Verkauf im März 2016.

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