Trickbetrug

Senioren aus Moers und Alpen sind Opfer von Telefonbetrügern

Es gab wieder zwei Fälle von Trickbetrug mit Opfern aus dem Kreis Wesel. (Symbolbild)

Es gab wieder zwei Fälle von Trickbetrug mit Opfern aus dem Kreis Wesel. (Symbolbild)

Foto: Andreas Bartel / WAZ FotoPool

Kreis Wesel.  In zwei Fällen haben Telefonbetrüger am Donnerstag fette Beute gemacht. Betroffen waren Seniorinnen. Das Vorgehen hat sich leicht unterschieden.

Wieder sind zwei Seniorinnen aus dem Kreis Wesel Opfer einer Betrugsmasche geworden. Am Donnerstag gegen 11.30 Uhr hinterlegte eine 76-jährige Moerserin einen knapp fünfstelligen Geldbetrag an der Bushaltestelle Heinrich-Kerlen-Straße /Grafschafter Straße in Duisburg in einem Papierkorb. Wie die Kreispolizei meldet, sind dem Anrufe eines angeblichen Polizeibeamten vorausgegangen, der sie mit einem Trick dazu überredet hatte.

Bereits gegen 10.30 Uhr hatten die Betrüger an der Rathausstraße in Alpen eine 77-Jährige überredet, Geld an einen angeblichen Kurier einer Bank zu übergeben. In diesem Fall entstand Schaden im mittleren, vierstelligen Eurobereich.

Beschreibung des „Kuriers“: 165 - 170 cm groß, schlanke Figur, weißes T-Shirt mit roter Aufschrift, knielange Jeanshose, kurze, dunkle Haare. Der Mann trug eine OP-Maske. „Er wird als Südländer beschrieben“, teilt die Polizei mit.

Die Polizei rät zur Vorsicht

„Die Kreispolizeibehörde wird nicht müde, vor dieser schäbigen Betrugsmasche zum Nachteil von älteren Menschen zu warnen“, heißt es weiter in der Mitteilung. Die Betrüger haben immer wieder Seniorinnen und Senioren im Visier, um ihre Betrugsmasche zu versuchen. Dabei seien die Unbekannten sehr einfallsreich und schmücken ihre angeblichen Notlagen immer wieder mit anderen Details aus.

Gerne geben sich die Betrüger auch als Polizeibeamte aus und wollen vorübergehend Wertgegenstände und Bargeld zur „Überprüfung“ ausgehändigt bekommen. Die Polizei rät, sich durch Rückrufe über die bekannten Telefonnummern bei den Familienangehörigen zu erkundigen, ob der Anruf tatsächlich von dort erfolgt ist.

Polizisten ließen sich grundsätzlich keine wertvollen Sachen oder Geld geben, um diese vor Einbrechern oder Betrügern zu schützen. Man möge skeptisch bleiben und im Notfall immer die 110 anrufen, heißt es abschließend.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben