Weiße Flotte

130 Frauen erobern das MS Mülheim beim After-Work-Treff

Getanzt wurde natürlich auch: 130 Frauen kamen zum ersten After-Work-Treff nur für Frauen an Bord des MS Mülheim.

Getanzt wurde natürlich auch: 130 Frauen kamen zum ersten After-Work-Treff nur für Frauen an Bord des MS Mülheim.

Foto: Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Der erste After-Work-Treff nur für Frauen an Bord der Weißen Flotte war ein Volltreffer. Dabei ging es nicht nur darum, einfach mal abzuschalten.

Der erste After-Work-Treff für Frauen auf einem Schiff der Weißen Flotte war gleich ein Volltreffer. Unter dem Motto „Dance and Chill“ nutzten über 130 Frauen zwischen 20 und 90 Jahren die Gelegenheit, ihren Feierabend bei strahlendem Sonnenschein mit Musik und leckeren Getränken zu genießen.

Der Bass wummert, Musik tönt aus den Boxen. Die ersten Frauen lassen sich nicht lange bitten, und erobern die Tanzfläche des Oberdecks des MS Mülheim an der Ruhr. Andere genießen auf dem Außendeck einen Cocktail oder Sekt und quatschen mit Freundinnen und alten Bekannten, die sie lange nicht gesehen haben.

„Es ist ganz schön, mal nur unter Frauen zu sein“

„Man muss die Feste doch bekanntlich feiern, wie sie fallen“, sind sich Karin, Melli, Ute, Astrid, Petra, Susanne und Martina einig. Die Freundinnen zwischen 44 und 62 Jahren sind Teil einer Frauenlaufgruppe, die sich regelmäßig über eine Whatsapp-Gruppe zum Sport trifft. „Aber heute hatten wir einfach mal Lust auszugehen und es ist auch ganz schön, mal nur unter Frauen zu sein.“

Egal ob jung oder alt, berufstätig oder nicht, Vollzeitmutter, Alleinerziehende oder Rentnerin: Innerhalb kürzester Zeit eroberten Frauen das Ober- und Unterdeck des MS Mülheim an der Ruhr, das am Stadtsteiger an der Ruhrpromenade festgemacht hatte. „Seit drei Jahren pendeln wir mit Party-Booten zwischen Raffelberg und Ruhrpromenade“, sagte Flottenchef Joachim Exner, der es sich nicht nehmen ließ, die Besucherinnen persönlich zu begrüßen. „Erstmals haben wir ein solches Event jetzt liegend angeboten, so können die Frauen kommen und gehen, wie sie es möchten.“

Idee zum After-Work-Treff nur für Frauen kam von der Gleichstellungsstelle

Die Idee zum After-Work-Treff für Frauen hatten die Mitarbeiterinnen der Mülheimer Gleichstellungsstelle schon im Rahmen der Frauendisco im Ringlockschuppen anlässlich des Weltfrauentages. „Wir haben überlegt, was kann man für Frauen anbieten, die einfach mal abschalten möchten“, sagte Antje Buck von der städtischen Gleichstellungsstelle, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Cäcilia Tiemann und Sabine Herrmann ihren Tag an Bord ausklingen ließen.

Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule Ruhr West, Birgit Weustermann, war mit an Bord. „Leider sind im Moment noch Semesterferien“, bedauerte Weustermann. „Sonst wären mit Sicherheit auch viele Studentinnen gekommen.“

Bei der After-Work-Party lassen sich auch sehr gut neue Freundschaften knüpfen

Neben alten Freundschaften, die man bei solch einer Party gut wieder aufleben lassen kann, bietet sich auch die Möglichkeit, neue zu knüpfen. Tanja Bachmann ist erst kürzlich nach Mülheim gezogen und findet, dass solch ein Event dabei hilft, Anschluss zu finden. „Wenn man nur unter Frauen ist, hat das irgendwie ein bisschen etwas von einem Schonraum“, empfindet die 43-Jährige. „Die Hemmschwelle mit anderen Frauen ins Gespräch zu kommen, ist für mich auf jeden Fall niedriger.“

Viele der Besucherinnen nutzten den Abend auch einfach nur dazu, mal wieder richtig abzuzappeln. Wenn möglich natürlich zu persönlichen Lieblingsliedern. DJ Marcel nahm daher auch fleißig Musikwünsche entgegen. „So eine reine Frauenveranstaltung mache ich zum ersten Mal“, erklärt der Mülheimer, der normalerweise als Feuerwehrmann arbeitet. „Ist mal was anderes und die Stimmung ist gut.“

Eine Wiederholung der After-Work-Party nur für Frauen ist denkbar

Dem konnten die Besucherinnen nur zustimmen und hoffen auf eine Wiederholung. „Nach dem Erfolg beim Auftakt und den durchweg positiven Reaktionen und Rückmeldungen ist das auf jeden Fall denkbar“, sagt Gleichstellungsbeauftragte Cäcilia Tiemann.

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