Polizei

Autofahrer setzt sich in RTW und aktiviert das Martinshorn

Ein Rettungswagen bei einem Einsatz stand einem ungeduldigen Autofahrer in Mülheim-Broich wohl im Weg.

Ein Rettungswagen bei einem Einsatz stand einem ungeduldigen Autofahrer in Mülheim-Broich wohl im Weg.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim  Weil ein Rettungswagen eine enge Straße blockiert hat, hat ein Autofahrer in Mülheim offenbar die Geduld verloren. Er aktivierte das Martinshorn.

Ein Anwohner der Böllerts Höfe in Broich alarmierte am Freitagmorgen kurz vor 9 Uhr die Polizei per Notruf: Weil ihm ein Rettungswagen im Weg stand, sei ein Autofahrer ausgestiegen und habe sich in den Rettungswagen gesetzt.

Gegen 8.45 Uhr waren ein Rettungs- und ein Notarztwagen in der Straße Böllerts Höfe in Broich bei einem Notfall im Einsatz. Dabei wurde die enge Straße, eine Sackgasse, blockiert. Ein Nachbar konnte aus seinem Küchenfenster im Erdgeschoss beobachten, wie ein Autofahrer, der nicht vorbeifahren konnte, sehr ungeduldig reagiert hat. "Der Fahrer hat keine 30 Sekunden gewartet, dann ist er ausgestiegen", sagte der Zeuge dieser Zeitung. Er konnte dann beobachten, wie der Mann in den RTW eingestiegen sei.

Polizei Mülheim ermittelt nun

Als der Nachbar nach draußen ging, hörte er schon im Hausflur das Martinshorn. Ob der Autofahrer, ein 44-Jähriger VW-Fahrer, den Rettungswagen wegsetzen wollte, konnte die Polizei auf Anfrage nicht bestätigen. Jedenfalls wurde das Martinshorn aktiviert. Der VW-Fahrer sei wieder in seinen Wagen gestiegen und haben rückwärts setzen wollen, so der Nachbar. Ein anderer Anwohner habe den VW dann mit dem eigenen Wagen am Wegfahren gehindert, bis die Polizei eintraf.

Die Polizei ermittelt nun wegen unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs und der
Behinderung von Rettungskräften. bk

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