Oldtimer-Treffen

Bewunderung für glänzende Blech-Stars beim Tüv-Geburtstag

Dieser Lotus Seven sowie weitere rund 100 Young- und Oldtimer stießen beim Fest zum 150. Geburtstag des TÜV auf großes Interesse bei den Besuchern.

Dieser Lotus Seven sowie weitere rund 100 Young- und Oldtimer stießen beim Fest zum 150. Geburtstag des TÜV auf großes Interesse bei den Besuchern.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Zum 150. Jubiläum des Technischen Überwachungsvereins hatte der Tüv Nord Oldtimer-Fahrer und Oldtimer-Fans nach Mülheim eingeladen.

Gut besucht war am Samstag der Oldtimertag der Mülheimer TÜV-Station anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Technischen Überwachungsvereins. „Wir sind sehr erfreut über die große Anzahl der Besucher und Teilnehmer“, strahlte Dietmar Bley, Leiter der TÜV-Station in Heißen. Über 100 historische Autos fanden sich ein und ließen ihren Lack im schönsten Sonnenwetter glänzen.

Vom VW Polo bis zum Mercedes

Die Palette reichte vom kleinen VW Polo bis zum hochwertigen Mercedes 500. Dazwischen auch klassische Oldtimer wie der Ford, Modell A, gebaut in den Jahren 1928 bis 1931 als Nachfolger des legendären Modells T („Tin Lizzie“). Als außergewöhnliches Highlight stach das größte Vehikel heraus: Ein blauer Renntransporter mit der Aufschrift „Cobra Powered By Ford“. Der auf rund zwei Millionen Euro geschätzte Fiat Bartoletti 306/2 ist ein besonders rares Exemplar. Nur zwei Fahrzeuge existieren von der Sonderanfertigung, die für den Transport von Formel 1-Rennsportboliden im Jahr 1959 konzipiert wurde.

Zu Besuch beim Dreh mit Steve McQueen

Bei den tragenden Teilen des Spezialfahrzeugs bediente sich die italienische Firma „Carozzeria Bartoletti“ eines Fiat Bus-Fahrgestells. Den Antrieb leistet ein Sechszylinder-Dieselmotor. Bis Ende der 1980er Jahre wurde der Renntransporter eingesetzt. Selbst zu Filmehren gelangte er: 1970 tauchte er neben Steve McQueen in dem amerikanischen Streifen „Le Mans“ auf.

Nicht ganz so teuer, aber für den Durchschnittsmenschen immer noch wenig erschwinglich ist das Sportcabriolet von Horch. Für den Preis von einer Million Euro könnte man sich mal eine etwas exklusivere Freiluftfahrt gönnen. Der Horch 853 blickt mit seinen 82 Jahren auf ein stattliches Alter zurück und hat auch einiges unter der Haube: Der Achtzylinder-Reihenmotor bringt es immerhin auf ganze 120 Pferdestärken.

Mülheimer Buggy mit Hippie-Flair

Ebenfalls bestens geeignet zum „Oben ohne“-Cruisen, dazu noch mit Hippie-Flair versehen, ist der von Rainer Marks an den Start gebrachte braunmetallic-farbene VW Buggy von 1967. Vor allem in Kalifornien wurde der gerne für ausgelassene Strandfahrten genutzt. „Heute sind die Strände dafür gesperrt“, lacht der Mülheimer. Bewunderung für seinen Buggy findet er genauso gut auf den normalen Verkehrswegen: „Jede Menge Leute, denen ich im Straßenverkehr begegne, heben den Daumen hoch.“

Große positive Resonanz fand auch das „alte Schätzchen“ von Friedhelm und Rosita Glass. Sie brachten ihren schwarz-beigen Daimler DB 18 3-Position Drophead Coupè, Baujahr 1940, zum TÜV-Gelände an der Alexanderstraße. Die Auflage dieses Modells mit sperrigem Namen war nur in limitierter Zahl zu erwerben: „Rund 250 Stück wurden davon bis 1950 gebaut“, sagt Friedhelm Glass.

Seit 26 Jahren befindet sich das edle englische Gefährt im Besitz des Mülheimer Ehepaares. Bei eigenen Recherchen fand man heraus, dass der Wagen zuvor einen prominenten Vorbesitzer hatte: Anhand des Original-Kennzeichens und der Fahrgestellnummer stießen sie auf den Schauspieler Graham Chapman, der Mitglied der bekannten britischen Komikergruppe Monty Python („Das Leben des Brian“) war und den Daimler bis zu seinem Tod im Jahr 1989 noch gefahren hat.

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