Hitzewelle

Das ist einer der kältesten Arbeitsplätze in Mülheim

Vanessa Gohr (v.r.), Milena Michel und Madeleine Tiedtke arbeiten bei zwei Grad Celsius im Kühllager von Aldi Süd in Mülheim.

Vanessa Gohr (v.r.), Milena Michel und Madeleine Tiedtke arbeiten bei zwei Grad Celsius im Kühllager von Aldi Süd in Mülheim.

Foto: Martin Möller / Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim.  Das Kühlhaus von Aldi Süd ist einer der kühlsten Arbeitsplätze in Mülheim. Die Temperatur liegt nur knapp über dem Gefrierpunkt.

Handschuhe gehören bei den heißen Temperaturen zu den letzten Kleidungsstücken, die derzeit den Kleiderschrank verlassen. Außer bei Madeleine Tiedtke und ihren Kolleginnen: Für sie ist es Pflicht, ihre Handschuhe während der Arbeitszeit zu tragen. Verständlicherweise, denn: die 40-Jährige arbeitet im Kühlhaus von Aldi Süd in Mülheim.

Dort herrschen zwei Grad – egal, wie hoch die Außentemperatur gerade ist. An heißen Sommertagen wie diesen ist es für sie und ihre Kolleginnen eine Erleichterung, endlich in das Kühllager zu kommen. „Das ist richtig angenehm“, sagt Tiedtke, die seit gut zwei Jahren bei Aldi in der Kühlung arbeitet. Und durch die Kälte und die Bewegung bleibe sie fit.

Frauen arbeiten in dem Kühlhaus maximal vier Stunden

Frauen arbeiten maximal vier Stunden in der Kälte, Männer sechs. An die durchgehend kühle Temperatur gewöhne man sich, sagt sie. Am Ende des Tages sei sie nicht durchgefroren. „Ganz im Gegenteil: Oft stehen wir hier auch im Schweiß, wenn wir wieder ordentlich anpacken“, wirft ihre Kollegin Milena Michel ein.

Nur beim Verlassen des Kühlhauses bekomme sie ab und zu einen roten Kopf, „der bleibt dann auch für ein paar Stunden so rot.“ Ihr Kollegin Vanessa Gohr ist abgehärteter: „Ich habe jahrelang in einer Fleischerei gearbeitet, ich bin solche Temperaturen gewöhnt.“

Bis auf Handschuhe sei keine spezielle Kleidung nötig, erklärt Felix Kropp, Leiter der Logistik. „Jeder kann das anziehen, was er gerne möchte. Jeder hat ja ein anderes Wärmeempfinden.“ Da sind sich auch Tiedtke und ihre Kolleginnen einig. Dicke Jacken tragen sie nur selten. „Meistens nur eine Fleecejacke und eben die Handschuhe, die aber auch als Schutz beim Anpacken dienen.“

53 Filialen werden von Mülheim aus beliefert

30 von den 245 Mitarbeitern des Standortes arbeiten derzeit in der Kühlung. Sie nehmen die Waren an und kommissionieren sie, so dass sie am nächsten Morgen oder noch in der Nacht zu den entsprechenden Filialen geliefert werden können.

53 Aldi-Filialen in Mülheim, Oberhausen, Duisburg und Bottrop werden von Mülheim aus beliefern. Die Filiale in Bottrop- Kirchhellen liegt 35 Kilometer entfernt und ist somit die weitentfernteste. Im Schnitt liegen die Filialen 17 Kilometer entfernt. „Das sorgt für Schnelligkeit und Frische“, so Kropp.

Das Kühlhaus in Styrum wurde 2004 gebaut und ist 3.200 Quadratmeter groß. „Damit ist es das kleinste Kühlhaus von Aldi Süd“, erklärt Kropp. Was aber kein Problem darstelle, denn durch die 2016 eingebauten Regale sei genügend Platz vorhanden.

Derzeit werden in der Kühlhalle 370 Artikel für den Weitertransport gelagert. Das Angebot werde aber immer mehr, „die Kunden wollen vor allem immer mehr Marken haben“, sagt Kropp. Im Sommer kann man sich jedoch darauf verlassen, dass die Kunden immer die gleichen Lebensmittel kaufen. Wasser, Wassermelonen und Grillfleisch liegen zur Zeit auf den ersten Plätzen. „Alleine letzte Woche haben wir 60 Tonnen Wassermelone verkauft“, so Kropp.

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