Hackerangriffe

Die Polizei Mülheim warnt vor Hackerangriffen auf Computer

Passwörter sollte man regelmäßig ändern, empfiehlt die Polizei.

Passwörter sollte man regelmäßig ändern, empfiehlt die Polizei.

Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Polizei warnt in Mülheim vor Hackerangriffen auf Computer. Erpresser verschaffen sich Zugang, sperren die Dateien und wollen Geld fürs Entsperren.

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Die Polizei warnt vor Hackerangriffen: Kriminelle nutzen Sicherheitslücken und schleusen schädliche Software, Ransomware auf den PC. „Ransomware“ sperrt den Computer, so dass man keinen Zugriff mehr auf seine Dateien hat. Anschließend erpressen die Hacker Lösegeld für das Freischalten. „Ransom“ bedeutet Erpressung auf Englisch.

Verbreitet wird die schädliche Software vor allem über E-Mails, versteckt im Anhang. Wird die Datei geöffnet, beginnt das Programm den PC zu sperren. Die Hacker verlangen ein Lösegeld, um den Computer zu entsperren. Der mögliche Verlust der gespeicherten Daten ist beängstigend. Schließlich haben viele Dateien wie Fotos einen persönlichen Wert. Aber auch Kontoauszüge könnten in die Hände Krimineller gelangen. Die Polizei warnt, den Anweisungen der Erpresser zu folgen. Es gebe keine Garantie dafür, dass nach Zahlung die Dateien wieder entschlüsselt werden. Betroffene sollten Anzeige erstatten.

Schadsoftware installiert einen Trojaner im Netzwerk

Eine weitere Schadsoftware installiert einen Trojaner auf dem Computer, der die Daten „stiehlt“. So können die Hacker in den Besitz von Benutzernamen und Passwörtern gelangen und damit weitere Straftaten begehen, etwa auf Kosten der Betroffenen einkaufen. Die Polizei rät, regelmäßig Sicherheitskopien, sogenannte Backups, der Daten zu machen und auf einem externen Datenträger, etwa auf ein Festplattenlaufwerk, zu speichern.

Externe Datenträger wie USB-Sticks sollte man immer getrennt vom Computer aufbewahren. Der PC sollte mit einer Firewall gesichert sein, das Betriebssystem und das Antiviren-Programm immer auf dem neuesten Stand sein. Die Polizei weist darauf hin, dass kein Mitarbeiter von, zum Beispiel, Microsoft, anruft, um beispielsweise auf Updates hinzuweisen oder Zugangsdaten zu erfragen. Dies sei eine Betrugsmasche.

Anhänge aus E-Mails von Unbekannten sollten nicht geöffnet werden. Auch bei bekannten Absendern sollte man auf ungewöhnliche Inhalte achten. Auch hier könne unbeabsichtigt schädliche Software verbreitet werden. Rechtschreibfehler, fehlerhafte Grammatik oder schlechtes Englisch in E-Mails könnten auf Hacker hinweisen. Auch über Links in E-Mails kann man sich unbeabsichtigt Schadsoftware einfangen. Die Polizei rät, für jeden Zugang ein eigenes Passwort zu verwenden und dies regelmäßig zu ändern.

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