Gifte Raupe

Eichenprozessionsspinner: Mülheim sperrt dritte Sportanlage

Eichenprozessionsspinner sorgen in Mülheim für die Sperrung von drei Sportanlagen.

Eichenprozessionsspinner sorgen in Mülheim für die Sperrung von drei Sportanlagen.

Foto: Joachim Kleine-Büning / Funke Foto Services GmbH

Mülheim.  Drei Sportplätze in Mülheim müssen wegen Eichenprozessionsspinnern gesperrt werden. Die Beseitigung der giftigen Raupen zieht sich hin.

Nachdem am Dienstag neun Kinder durch Eichenprozessionsspinner auf der Sportanlage Wenderfeld in Mülheim-Dümpten verletzt worden sind, musste am Mittwochmittag erneut ein Sportplatz in Mülheim gesperrt werden.

Wie Stadtsprecher Volker Wiebels mitteilt, sind rund um die Sportanlage Schildberg, ebenfalls in Dümpten, bei einer regelmäßigen Kontrolle Eichenprozessionsspinner entdeckt worden.

„Der Platz bleibt so lange gesperrt, bis die Gefahr beseitigt ist“, sagt Wiebels. Das allerdings könne dauern, denn: „Die Spezialfirmen haben Hochsaison.“ Zahlreiche Ruhrgebietsstädte kämpfen momentan gegen die giftigen Raupen.

50 Stellen in Mülheim dieses Jahr von Eichenprozessionsspinnern betroffen

Und auch in Mülheim ist es der dritte Fall, denn auch die weitläufige Sportanlage an der Mintarder Straße ist seit zwei Wochen wegen Eichenprozessionsspinnern gesperrt. Wiebels hofft, dass sie in den nächsten 14 Tagen wieder freigegeben werden können.

Sind die Spezialfirmen vor Ort, saugen sie die Nester der Eichenprozessionsspinner ab. An rund 50 Stellen in Mülheim kamen sie dieses Jahr bereits zum Einsatz. Die Stadt rechnet damit, dass sich diese Zahl im Laufe des Sommers noch verdoppelt. Dabei werden auch leere Nester abgesaugt, denn die Raupen hinterlassen dort Härchen – diese sorgen für Atemwegsprobleme und Hautreizungen.

Eichenprozessionsspinner wird im Wald nicht bekämpft

Am Dienstag waren neun Kinder der Realschule an der Mellinghofer Straße beim Sportfest verletzt worden, drei von ihnen so schwer, dass sie in die Kinderklinik gebracht werden mussten. Vorwürfe wurden laut, die Stadt hätte vorher vor dem Eichenprozessionsspinner-Befall warnen müssen.

Das weist Sprecher Volker Wiebels zurück: „Wir wussten nichts davon.“ Denn nicht die Sportanlage sei befallen gewesen, sondern der angrenzende Wald. Der allerdings werde nicht kontrolliert. Die Stadt suche regelmäßig Sportanlagen, Schulen, Kitas, Kindergärten oder öffentliche Orte wie den Müga-Park ab. „Im Wald bekämpfen wir den Eichenprozessionsspinner allerdings nicht.“ Konsequenz des Vorfalls an der Sportanlage Wenderfeld könnte nun aber sein, künftig auch die Bäume der angrenzenden Wälder zu kontrollieren.

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