ESC-Stammtisch

Fans des Eurovision Songcontests treffen sich in Mülheim

Der Mülheimer ESC-Stammtisch trifft sich in der Walkmühle. Zum harten Kern gehören (v.li.): Dejan Skific, Friedhelm Neugebauer, Thomas Neugebauer, Olaf Stoppelkamp und David Dey.

Der Mülheimer ESC-Stammtisch trifft sich in der Walkmühle. Zum harten Kern gehören (v.li.): Dejan Skific, Friedhelm Neugebauer, Thomas Neugebauer, Olaf Stoppelkamp und David Dey.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Einige Mitglieder des Mülheimer ESC-Stammtisches waren schon mehrfach beim Contest vor Ort. Sie werden auch im Mai in Rotterdam dabei sein.

Gut drei Monate vor dem Eurovision Songcontest (ESC) 2020 steht offenbar fest, wer in Rotterdam für Deutschland an den Start gehen wird. Bloß verraten wird es noch nicht. Damit spannt der zuständige Sender, der Norddeutsche Rundfunk (NDR), auch eine Gruppe auf die Folter, die sich einmal im Monat in Mülheim trifft.

Dejan Skific, Friedhelm und Thomas Neugebauer, Olaf Stoppelkamp und David Dey bilden den harten Kern des ESC-Stammtisches, der sich alle vier Wochen in der Walkmühle trifft. Die Teilnehmer kommen aus der gesamten Region, etwa aus Bochum oder Dorsten. Mülheim wurde als gut erreichbarer Mittelpunkt ausgesucht.

Organisator ist seit 1997 ESC-Fan

„Uns eint das gemeinsame Interesse an der Musik“, sagt Olaf Stoppelkamp, der den Stammtisch Anfang 2018 ins Leben gerufen hat. Er selber ist schon seit 1997 dem ESC-Virus verfallen. „Wir gucken jedes Jahr, auch die Vorentscheide“, erklärt er.

Mittlerweile gehören dazu sogar nicht nur die deutschen Vorentscheide. „Im letzten Jahr haben wir den von Albanien geschaut und bewertet“, berichtet Stoppelkamp. Immer mit der klassischen Punktevergabe von eins bis zwölf.

Eine deutsche Vorentscheidung wird es diesmal nicht geben. Wie der NDR am Montag bestätigte, haben 100 ESC-Interessierte und eine 20-köpfige Expertenjury den deutschen Beitrag schon ausgewählt. Am 27. Februar wird er vorgestellt. Es verdichten sich dabei die Anzeichen, dass es eine Sängerin sein wird. „Vielleicht doch Helene Fischer“, sagt Stoppelkamp, während Dejan Skific Sarah Connor ins Spiel bringt.

Sehr unterschiedliche Geschmäcker

Wenn im April alle Beiträge feststehen, nimmt der ESC-Stammtisch wieder seine Arbeit auf. In einer Preview werden alle Lieder bewertet. „Wir haben sehr unterschiedliche Geschmäcker“, sagt Skific. Ein eindeutiges Ergebnis gebe es nie.

Auch vor Ort waren die ESC-Fans selbstverständlich schon. Vor allem Friedhelm und Thomas Neugebauer haben schon mehrfach den Songcontest besucht. Für Thomas war Oslo das Highlight. „Es war mein erstes Mal und gleich hat Deutschland gewonnen“, schmunzelt er. Friedhelm Neugebauer wird Lissabon immer in guter Erinnerung behalten. Dort wurde Michael Schulte für Deutschland Vierter.

Ticketpakete für fast 800 Euro

Für beide wird Rotterdam aber vorerst das letzte Mal. Sie haben alles gesehen. Außerdem strapazieren die Reisen den Geldbeutel. Komplette Ticketpakete für die ganze Woche - inklusive beider Halbfinals, des Juryfinals und der Proben - kosten 799 Euro. Pro Person versteht sich. Daher werden sich die ESC-Fans in Zukunft auch ihre eigenen Veranstaltungen konzentrieren.

Zu jedem Stammtisch-Abend gehört ein Wettbewerb. An diesem Samstag zum Beispiel reichte jeder Teilnehmer Akustikversionen von bekannten Liedern ein. Beim nächsten Mal wird es um die Beiträge gehen, die bei nationalen Vorentscheidungen durchgefallen sind.

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