Gastronomie

Guter Start für Restaurant „Ronja“ im Ringlokschuppen

Sinan Bozkurt freut sich über den guten Start von „Ronja“.

Sinan Bozkurt freut sich über den guten Start von „Ronja“.

Foto: Martin Möller

Gastronom Sinan Bozkurt feiert am Freitag offiziell die Restauranteröffnung von „Ronja“ im Mülheimer Ringlokschuppen. Ostern kamen viele Gäste.

Mit dieser großen Resonanz hätte Sinan Bozkurt zum Probestart von Ronja im Ringlokschuppen nicht gerechnet. Über 200 Besucher kamen an den Ostertagen täglich, obwohl mit dem neuen Personal und den neuen Geräten noch nicht alles reibungslos funktionierte und auch noch nicht alles komplett war. Für einige Gäste sei es dadurch zu einer längeren Wartezeit gekommen, was er sehr bedauere.

Eine gute sechsstellige Summe hat der 44-Jährige Gastronom, der das Ronja vor vier Jahren in der Altstadt eröffnete, in die Küche und den Speiseraum in dem Kulturzentrum investiert und das Personal verdoppelt. Nun bietet das Restaurant im Inneren 120 Sitzplätze und zunächst 80 weitere Außenplätze an der Drehscheibe. 20 Mitarbeiter hat er im Service. „Ich habe auch Flüchtlinge eingestellt“, sagt der Gastronom kurdischer Abstammung, der auch Ernährungsberater ist. „Die machen einen guten Job.“

Lokales Bier vom Fass und Wein vom Mittelmeer

Dass zum Ostergeschäft der Brückenschlag am Radschnellweg noch nicht gelungen war, kam ihm deshalb gar nicht so ungelegen. Täglich gehen Vorbestellungen ein. Viele freuen sich auf den neuen Sonntagsbrunch, der an diesem Wochenende Premiere hat. Bozkurt blättert zum Beweis in seinem Reservierungsbuch, wo auch größere Gruppen mit 20 oder gar 70 Personen keine Seltenheit sind. Auf dem Handy ertönt ein Glockenschlag, noch eine Reservierung. Er zeigt auf dem Display, die Liste der Termine, die er noch nachtragen muss. In der Altstadt hielten sich einheimische und auswärtige Gäste in etwa die Waage. Hier rechnet er auch mit vielen Spaziergängern und Radlern. In den nächsten Wochen wird er für die Radfahrer eine kleine Servicestation einrichten, ihnen Werkzeug, Luft und Strom anbieten.

Gestern erhielt er von der Stadt die Konzession für den Alkoholausschank. Neben Weinen aus unterschiedlicher mediterraner Provenienz wird er lokales Bier von Mölmsch vom Fass und aus der Flasche anbieten.

Neue Speisekarte ist noch nicht ganz fertig

Noch nicht fertig ist die neue Speisekarte. „Es soll nicht langweilig werden. Deshalb nehmen wir einige Gerichte von der Karte und führen einige neue Gerichte ein“, erklärt er. Auch die Kaffeemaschine ist noch nicht installiert. Beim Kaffee arbeitet das Restaurant auch mit einem lokalen Anbieter zusammen: der Kaffeemanufaktur Ruhr an der Aktienstraße, die eigens für Ronja eine Röstung kreiert hat. Aus Gladbeck von dem Salon Wolli’s Traumeis stammen 18 Eissorten, von dunkler Schokolade bis Joghurt, von Cookies bis Himbeere. Sechs Sorten sind vegan. In der Nachbarvitrine stehen mehrere vegane und vegetarische Kuchen. Auch dieses Angebot hat Bozkurt deutlich ausgeweitet.

In dem lichtdurchfluteten Restaurant sitzen die Gäste an massiven Holztischen, eine Backsteinwand und bunte, orientalisch anmutende Lampen sorgen für Atmosphäre. Die verspielten, ornamentreichen Lampen sind ein schöner Kontrast zur kühlen und schnörkellosen Industriekulisse des Schuppens. Auf Regalen stehen zahlreiche Einweggläser. „Die stammen alle von meiner Mutter und sind Dekoration - meistens“, sagt der Gastronom mit einem Schmunzeln. Am heutigen Freitag um 17 Uhr ist das offizielle Eröffnungsfest. Alle sind willkommen.

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