Gustav-Heinemann-Schule

Immobilienservice Mülheim: Angst vor Asbest unbegründet

Außenansicht der Gustav-Heinemann-Gesamtschule an der Boverstraße in Mülheim. An der Fassade stehen jetzt Sanierungsarbeiten an.

Außenansicht der Gustav-Heinemann-Gesamtschule an der Boverstraße in Mülheim. An der Fassade stehen jetzt Sanierungsarbeiten an.

Foto: Martin Möller / Funke Foto Services

Mülheim.  Bei den Sanierungsarbeiten an der Gustav-Heinemann-Schule werden laut Mülheimer Immobilienservice keine gesundheitsgefährdenden Schadstoffe frei.

Die Sorge, bei den Sanierungsarbeiten an der Gustav-Heinemann Gesamtschule könne die Schadstoffbelastung durch Asbest für Schüler und Lehrer zu hoch werden, ist laut Auskunft von Frank Buchwald, dem Leiter des Immobilienservice, völlig unbegründet. Diese Befürchtung hatte ein unbekannter Verfasser eines Briefes an die Redaktion geäußert. Beigefügt waren Auszüge aus einem Gutachten, das der Immobilienservice in Auftrag gegeben hatte.

Wie berichtet, soll die Fassade des Schulgebäudes erneuert werden, dabei müssen Fassadenplatten und Fenster demontiert werden. „Es handelt sich bei den in dem Gutachten aufgeführten Werten um den Asbestgehalt in Putz- und Spachtelmasse. Dieser liegt an allen Entnahmeorten weit unter einem Prozent – bei 0,001 Prozent oder häufig auch bei null“, erläutert Buchwald.

Das sei extrem wenig und stelle keine Gefahr dar, wenn bei den Baumaßnahmen entsprechende Schutzmaßnahmen getroffen würden. Bei einer Raumluftprüfung, die man ebenfalls durchgeführt habe, sei überhaupt kein Asbest nachgewiesen worden. Ein Schadstoffingenieurbüro und Fachfirmen seien mit der Sanierung befasst. Man arbeite selbstverständlich nach höchstmöglichen Schutzvorschriften. „Es gibt also keinen Grund zur Aufregung“, so Buchwald.

Schadstoffingenieurbüro eingeschaltet

Jeder Bereich, der saniert werde, werde zudem sorgfältig abgesperrt. „Wenn wir einen Bereich wieder freigeben, wird vorher nochmal genau gemessen. Denn die Gesundheit der Lehrer und Schüler steht natürlich im Vordergrund“, versichert der Leiter des Immobilien-Service.

In früheren Zeiten wäre ein so minimaler Asbestgehalt in Putz- und Spachtelmasse gar nicht festgestellt worden. „Das kann man überhaupt erst seit vier Jahren dank eines speziellen neuen Prüfverfahrens nachweisen“, erläutert Buchwald. Deshalb sei dieser Wert bei früheren Sanierungsarbeiten an der Gustav-Heinemann-Schule auch nicht ausgewiesen worden. Über die jetzt anstehende Sanierung habe man die Schule genauestens informiert.

Asbestfasern können gesundheitsgefährdend sein

Mit dem Thema Asbest in Putz und Spachtelmasse beschäftigen sich einigen Jahren die Experten. In Gebäuden aus den Jahren 1960 bis 1993 soll zum Teil Asbest in Putz, Spachtelmasse und Fliesenkleber vorhanden sein. In gebundener Form ist das erstmal ungefährlich, werden aber Asbestfasern beim Arbeiten an Wänden oder Böden freigesetzt, kann das gesundheitsschädlich sein. Bestimmungen zum Umgang mit diesem Problem gibt es noch nicht, der „Nationale Asbestdialog“ ist laut Frank Buchwald intensiv mit dem Thema befasst. Informationen findet man auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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