Nachbarschaftsfest

Mintarder wollen Dorf am Rande Mülheims attraktiver machen

Auf Treckern konnten Kinder und Erwachsene beim Sommerfest eine Tour durch Mintard genießen. Der Verein Vierjahreszeiten hatte Dorfbewohner und Gäste eingeladen.

Auf Treckern konnten Kinder und Erwachsene beim Sommerfest eine Tour durch Mintard genießen. Der Verein Vierjahreszeiten hatte Dorfbewohner und Gäste eingeladen.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Die Mintarder wollen ihr Dorf für jungen Bewohner attraktiver machen. Ein Sommerfest fördert den Zusammenhalt. Alle feiern bis in die Nacht.

Trubel und ausgelassenes Feiern brachte am Samstag das alljährliche Sommerfest in den sonst eher wegen seiner Ruhe beliebten Ortsteil Mintard. Zum fünften Mal organisierte der Verein „Mintarder Vierjahreszeiten“ seine Freiluftveranstaltung zugunsten des Kinderheims St. Josefshaus. Rund 800 Bürger – nicht nur aus Mintard – sondern auch aus der umliegenden Nachbarschaft, ließen sich von Musik, Spiel, Spaß und guter Stimmung in das kleine Dorf zwischen Kettwig und Saarn locken.

Viele junge Familien sind zugezogen

„Wir wollen ein bisschen Attraktivität in den Ortsteil bringen“, sagt Anne Seeger von den Mintarder Vierjahreszeiten. Vor allem für die Kinder: „In jüngerer Zeit sind viele junge Familien mit Kindern hierher gezogen“, berichtet die Mintarderin. Kurzweil fanden die Kleinsten beim Springen auf der Hüpfburg und beim Ponyreiten. Beim Kinderschminken konnten sie sich ihre Gesichter bunt bemalen lassen und drei Oldtimer-Traktoren drehten mit ihnen Runden im Dorf.

Eine Attraktion musste leider ausfallen: Wegen des teilweise starken Windes konnte der Hubsteiger nicht eingesetzt werden. Wer trotzdem ein wenig in die Höhe wollte, konnte den vom Alpenverein betreuten Kletterturm erklimmen.

Nachhaltig beim Essen und der Tombola

Kulinarische Angebote gab es auch, mit besonderem Hintergrund: „Ganz wichtig ist für uns beim Essen die Nachhaltigkeit“, sagt Seeger. Das Fleisch stamme von einem Bio-Bauern aus Velbert. Auf Einweg-Geschirr wurde verzichtet. Auch die zu gewinnenden Preise bei der Tombola kamen ohne Verpackung an die Gewinner.

20 eifrige Helfer für Auf- und Abbau trugen zum Gelingen des Dorffestes bei, das bei nachlassendem Wind bis in die Nacht andauerte. Bei den Rock- und Soulklängen der Band Brezelmeiers, die ihren ersten Auftritt absolvierte, traten Themen wie die schlechte ÖPNV-Anbindung und das langsame Internet für diesen Tag zumindest etwas in den Hintergrund.

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