Alte Dreherei

Mülheimer Kleintierschau: Huhn ist nicht gleich Huhn

Zwei Hühner der Rasse Zwerg Sundheimer stehen sich gegenüber. Bei einer Kleintierschau in der Alten Dreherei in Mülheim waren verschiedene Geflügel-, Tauben- und Kanichenzüchter, die Halter von Wasser- und Wildgeflügel sowie Natur- und Vogelfreunde aus verschiedenen Ruhrgebietsstädten dabei.

Zwei Hühner der Rasse Zwerg Sundheimer stehen sich gegenüber. Bei einer Kleintierschau in der Alten Dreherei in Mülheim waren verschiedene Geflügel-, Tauben- und Kanichenzüchter, die Halter von Wasser- und Wildgeflügel sowie Natur- und Vogelfreunde aus verschiedenen Ruhrgebietsstädten dabei.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Mülheim.  Bei der Kleintierschau in Mülheim gab es unter anderem Informationen zur Hühnerhaltung. Viele weitere Geflügel- oder Vogelarten waren zu sehen.

Der Trend zur Selbstversorgung macht bei Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten nicht halt. Berichte über tierquälerische Zustände selbst bei der Biohaltung und über Giftstoffe in Lebensmitteln veranlassen manchen auch beim Frühstücksei, auf die eigene Produktion zu setzen, und sich Hühner zuzulegen.

Weit über 100 verschiedene Rassen des Haushuhns existieren

Bei der Kleintierschau am vergangenen Wochenende in der Alten Dreherei konnten Interessierte Informationen zur eigenen Hühnerhaltung erhalten. Denn dabei gilt es einiges zu beachten. Zunächst einmal steht man vor der Qual der Wahl: Weit über 100 verschiedene Rassen des Haushuhns existieren. „Sie unterscheiden sich nach der Eierlegeleistung und den Anforderungen, die sie stellen“, erläutert Martin Menke vom Mülheimer Rassegeflügelzuchtverein 1869/1895.

Besteht der Wunsch nach möglichst vielen Eiern, sind zum Beispiel die Italiener zu empfehlen. Sie liefern im Durchschnitt 200 Eier pro Jahr. „Allerdings benötigen sie viel Auslauf“, gibt Menke zu bedenken. Wer den nicht hat, greift besser auf Cochins zurück: „Sie geben sich mit weit weniger Auslauf zufrieden, legen dafür aber auch weniger Eier.“ Abstand halten sollte man auf jeden Fall beim Angebot sogenannter Hybridhühner. „Sie sind speziell für die industrielle Produktion als Turbohennen gezüchtet, brüten nicht und haben eine sehr kurze Lebenszeit“, klärt Menke auf.

Kauf eines Huhns sollte beim Züchter erfolgen

Der Kauf eines Huhns sollte am besten persönlich beim Züchter erfolgen. „So kann man einen Einblick in die Haltungsbedingungen und den pflegerischen Umgang des Verkäufers mit den Tieren gewinnen“, weiß Menke. Zudem ist es ratsam, eine Impfbescheinigung ausgehändigt zu bekommen. Zwingend vorgeschrieben ist für den Halter auch eine Meldung beim örtlichen Veterinäramt oder bei der Tierseuchenkasse.

Zum Schutz vor Wetter und Fressfeinden benötigen die Hühner natürlich einen Stall. Fertig erhältlich sind die Behausungen schon ab 100 Euro im Laden. Oder man stellt sie im Eigenbau selbst her. „Beim Maschendraht ist aber zu beachten, dass er einem Marder kein Durchkommen gewährt“, lautet der Rat vom Fachmann. Für lauernde Gefahren von oben durch Greifvögel kann ein Netz im Freigehege gespannt werden. Sind alle Vorkehrungen getroffen, steht dem Verzehr von frisch gelegten Frühstückseiern nichts mehr im Wege.

Weitere Tipps zur Hühnerhaltung erteilt der Rassegeflügelzuchtverein gerne telefonisch unter 0208/44469360.

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